Dreisprung-Qualifikation

Neele Eckhardt-Noack aus Göttingen verpasst Olympia-Finale in Tokio um zwei Zentimeter

Gute Flughaltung: Aber für Neele Eckhardt-Noack von der LG Göttingen war bei Olympia in Tokio schon nach der Dreisprung-Qualifikation Schluss.
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Gute Flughaltung: Aber für Neele Eckhardt-Noack von der LG Göttingen war bei Olympia in Tokio schon nach der Dreisprung-Qualifikation Schluss.

„Einfach sehr schade“, meinte Frank Reinhardt. „Aber das gehört eben dazu!“ Was der Leichtathletik-Trainer meinte, war die verpasste Final-Qualifikation von Dreispringerin Neele Eckhardt-Noack (29) bei den Olympischen Spielen in Tokio.

Göttingen/Tokio – Besonders bitter: Die sechsfache deutsche Meisterin verpasste den Einzug ins Finale am Sonntag nur um läppische zwei Zentimeter!

Im dritten und letzten Versuch kam die Jura-Studentin auf 14,20 Meter – ihre beste Weite, nachdem sie im ersten Sprung bei 13,88 Meter und im zweiten bei 13,92 Meter gelandet war. Bei der starken Konkurrenz von weiteren 34 Springerinnen, die in zwei Gruppen an den Start gingen, war das jedoch zu wenig.

Die Finnin Kristina Mäkelä sprang 14,21 Meter, ihre finnische Landsfrau Senni Salminen kam mit 14,20 Meter auf die gleiche Weite wie Eckhardt-Noack, hatte aber den besseren zweiten Versuch. So schied die Athletin von der LG Göttingen als 14. aus dem Klassement aus. Nur die besten zwölf Springerinnen dürfen aber am Sonntag ab 13.15 Uhr um die Medaillen springen.

„Mir schien es so, als hätte Neele in den ersten beiden Sprüngen technische Probleme gehabt“, meinte Trainer Reinhardt, der sie eine Woche lang noch im „Pre-Camp“ des deutschen Leichtathletik-Teams im Süden Japans betreut hatte und am Mittwoch nach Göttingen zurückgekehrt war. „Im dritten Versuch sah das viel besser aus, da ist sie aktiver angelaufen“, so Reinhardt, der den Auftritt von Eckhardt-Noack auch nur im TV zuhause verfolgen konnte. Bitter zudem: Die LGerin verschenkte im dritten Sprung mehr als 18 Zentimeter vor dem Absprungbalken. So war ihr erster Olympia-Auftritt nach gut einer Stunde Wettkampf bereits wieder beendet. Trainer Reinhardt: „Das Ziel, sich fürs Finale zu qualifizieren, hat Neele leider nicht geschafft.“ Ein „bisschen enttäuscht“ sei er schon. Am Sonntag fliegt Eckhardt-Noack schon zurück nach Deutschland.

Enttäuschend war auch der Auftritt von Kristin Gierisch: Die Leverkusenerin hatte einen ungültigen Versuch, sprang dann schwache 13,02 Meter und gab wegen Verletzung auf.

Als beste Springerin zog mit Yulimar Rojas (Venezuela) die große Favoritin ins Finale am Sonntag ein. Sie kam, ohne sich voll ausgeben zu müssen, auf 14,77 Meter. Zweitbeste war Ana Peleteiro (Spanien, 14,62 m). (Helmut Anschütz/gsd)

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