Architekt aus Uni-Stadt siegt bei Wettbewerb

Neubau für das Sozialamt der Göttinger Kreisverwaltung

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Siegerentwurf: Das Modell für den Göttinger-Kreisverwaltungsneubau wurde am Dienstag (von links) von Landrat Bernhard Reuter, Architekt Gregor Brune, der Jury-Vorsitzenden Maria Pfitzner und der Ersten Kreisrätin Christel Wemheuer vorgestellt.

Göttingen. Bis Ende 2019 will die Kreisverwaltung an der Leine in Göttingen ein neues Gebäude für mehr als 160 Mitarbeiter errichten.

Ein Entwurf eines Architekten aus der Uni-Stadt soll nun gebaut werden. Der Vorschlag des Architektenbüros von Gregor Brune wurde am Dienstag im Kreishaus als offiziell als Sieger eines Wettbewerbs gekürt. Der Neubau mit drei Obergeschossen soll an der Carl-Zeiss-Straße entstehen. Dafür hat der Kreis knapp 17 Millionen Euro veranschlagt.

An dem Entwurf überzeugte die Jury um die Architektin Maria Pfitzner aus Hannover besonders das Atrium in der Mitte des Gebäudes, das gleichzeitig zur Leine hin geöffnet ist. Außerdem sei der Neubau, der auf einem etwa 6500 Quadratmeter großen Grundstück (fast ein Fußballfeld) entsteht, flexibel anpassbar.

Nähe Bahnhof

In dem Gebäude soll zukünftig ein Zentrum für Soziales, darunter Jobcenter und Sozialamt, entstehen. Dazu sei bewusst der Standort in der Nähe des Bahnhofs gewählt worden.

Landrat Bernhard Reuter wies mögliche Kritik an dem Projekt zurück. Die Verwaltung werde nicht aufgebläht. Stattdessen diene der Neubau dazu, die Zahl der vielen Außenstellen in Göttingen abzubauen. Nach der Eröffnung des Neubaus werde sich Kreisverwaltung auf die Standorte an der Reinhäuser Landstraße und an der Carl-Zeiss-Straße konzentrieren. Der Kreis habe zudem eine Kosten-Nutzen-Analyse erstellt. Sie habe ergeben, dass der Kreis im Vergleich zur Anmietung von Räumen langfristig Geld sparen könne. Sollte der Kreis einmal nicht mehr so viele Räume benötigten, so geht Reuter davon aus, dass das Gebäude gut vermietet werden könne.

An dem Wettbewerb hatten sich 20 Architekten beziehungsweise -büros beteiligt. Das Verfahren lief anonymisiert. Wettbewerbssieger Brune bekommt ein Preisgeld von 24 000 Euro. Ein Ausschuss des Kreistages wird sich in der kommenden Woche mit dem Neubauprojekt befassen. Anschließend soll ein Vertrag mit dem siegreichen Architekten geschlossen werden.

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