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Neue ASC-Kita im Göttinger Stadtteil Grone: Platz für 80 sportbegeisterte Kinder

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Von: Thomas Kopietz

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Das Gebäude der neuen ASC-Bewegungskita in Göttingen-Grone.
Die neue, besondere Kita in Grone: Die Volksheimstätte hat sie für den ASC Göttingen gebaut. Der größte Sportverein der Stadt wird sie mit einem sportorientierten Konzept betreiben. 80 Kinder finden einen Betreuungsplatz. © Bernd Schlegel

Der ASC Göttingen eröffnet im Göttinger Stadtteil Grone seine neue Bewegungskita. Sie entstand in Kooperation mit der Volksheimstätte.

Göttingen – Eine „neue“ Kooperation hat 80 Kindern im Alter zwischen eins und sechs seit August einen Platz in einer neuen Kindertagesstätte am Steinsweg in Grone beschert: Der größte Sportverein in Göttingen, der ASC, hat das Projekt mit der Wohnungsgenossenschaft Volksheimstätte, die erstmals eine Kita baute, umgesetzt.

Die „ASC Groner Bewegungskita+“ hat die Schwerpunkte Bewegung und Sport. Sie verfügt auch über eine offene Sporthalle und hat eine direkte Verbindung zu den Flächen der ASC-Bogensportler und dem FC Grone-Fußballer.

Neue Bewegungskita des ASC in Göttingen verfügt über eine offene Sporthalle

„Der ASC hat in Grone investiert und deutlich gemacht, dass Sport und Inklusion, Sport und Betreuung sowie Sport und Bildung keine Gegensätze sind, sondern im Verständnis unseres Vereins zusammengehören“, sagt ASC-Präsident Rainer Bolli. Bei der Einweihung dokumentierte dieses Zusammenspiel die Anwesenheit auch von der Jugend- und Schuldezernentin Maria Schmidt sowie Bürgermeister Tom Wedrins. „Der ASC ist ein zuverlässiger Partner der Stadt Göttingen“, sagte Maria Schmidt.

Sporthalle einer Bewegungskita neu eröffnet.
Tolle Sportmöglichkeiten bietet die neu gebaut Sporthalle am ASC-Kindergarten im Göttinger Stadtteil Grone – hier bei der Eröffnung. © ASC/nh

Und im Stadtteil Grone freut man sich über die neuen, zusätzlichen Kita-Plätze samt Anbindung an Sportvereine und -flächen, wie Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr sagt.

Zudem liegt die neue Kindertagesstäte idyllisch in einem alten Baumbestand. Sie wirkt deshalb nicht wie ein solitärer Neubau, sondern bildet laut ASC-Verantwortlichen „mit der neuen Halle ein tolles Ensemble“.

Nicht unwichtig in diesen Zeiten: Sie verfügt über Photovoltaik auf dem Dach, einen Elektrospeicher im Technikraum, Luft/Wärmepumpe und Durchlauferhitzer, vereinigt neueste Technik mit einer optimalen Bauweise, was den Energiebedarf minimieren soll. „Wir wollen große Teile des Jahres ohne Fremdenergie auskommen und das alles wurde noch vor der Energiekrise geplant“, kündigt denn auch der ASC-Vorstandsvorsitzende Jörg Schnitzerling an.

Der blickt auch zurück: Auf die gut durchdachte Planung folgte nämlich ein steiniger Weg, bis mit der Volksheimstätte nach einiger Zeit ein Partner für diese Investition gefunden wurde. Die Freude des ASC war groß über diese Zusage: „Es ist schön, wenn eine langjährige Zusammenarbeit von Verlässlichkeit und Vertrauen geprägt ist, daraus kann etwas Gutes entstehen“, bilanziert Schnitzerling.

Neue ASC-Bewegungskita in Grone: Bau und Einrichtung kostet Verein über drei Millionen Euro

Positiv auch: Die kalkulierten Kosten konnten trotz einer allgemeinen Zunahme der Baukosten eingehalten werden, was der professionellen Baubetreuung durch die Volksheimstätte Göttingen zu verdanken ist.

Für den Bau und die Einrichtung der Kita und der Halle, das Außengelände und die Straßenherrichtung hat der Verein etwa 3,7 Millionen Euro in die Hand genommen, die durch Eigenmittel des Vereins, Zuschüsse des Landes Niedersachsen, der Stadt und des Landessportbundes sowie Darlehen finanziert wurden.

Der ASC will in Grone im Lütjen Steinsweg einen Ort für den Sport entwickeln, Kleinkinder in Bewegung bringen, Jugendliche langsam an den Wettkampf heranführen und erfolgreichen Wettkampfsportlern ein trockenes Zuhause geben. Er soll aber auch Treffpunkt für Familien werden, ein Ort, an dem viele Sportarten möglich sind, an dem sich die Menschen wohlfühlen.

„Unsere Zukunft sind die Kinder und wir haben die Verantwortung, dass unsere Kinder eine gute Erziehung, Betreuung und Bildung bekommen. Wir wollen die Familien in ihrem Erziehungsauftrag unterstützen, sie begleiten und ihnen Halt geben. Hier ist ein Ort entstanden, an dem das möglich ist, ein Ort der Begegnung“, so Jörg Schnitzerling.

Die 80 Kita-Kinder, die 200 Bogensportler sowie einige Volleyballer und Basketballer haben die neue Sporthalle bereits eingeweiht. Übrigens: Bei der Eröffnungsfeier wurde keine Flasche Sekt geköpft, sondern als Symbol zum Start ein Luftballon mit einem Pfeil in einen Konfettiregen zerschossen.

Für die Volksheimstätte war es übrigens das erste Projekt Kindertagesstätte. „Es hat uns sehr viel Freude bereitet, das Projekt umzusetzen“, sagt Geschäftsführerin Heike Klankwarth. Ihr Vorstandskollege Thorsten Mai fügt augenzwinkernd an, dass es auch weitere Interessenten gebe. Dennoch plant die Volksheimstätte momentan keinen weiteren Bau eines Kindergartens oder eine Kindertagesstätte. (Thomas Kopietz)

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