Neue Bahn fährt über Göttingen: Im orangefarbenen Zug nach Berlin

Der Macher: Treibende Kraft von Locomore ist Derek Ladewig.Er will der Bahn ab dem 14. Dezember im Fernverkehr Konkurrenz machen. Foto: York Christoph Riccius/Locomore/dpa

Göttingen. Mit Locomore hält ab Mittwoch, 14. Dezember, ein neuer Zug am Göttinger Bahnhof. Vormittags geht es täglich nach Hannover und Berlin, am frühen Abend nach Frankfurt und Stuttgart.

Was ist eigentlich Locomore?

Ein neues Privatbahn-Unternehmen, das ausschließlich im Fernverkehr unterwegs ist - und zwar genau mit einem orangefarbenen Zug, der zwischen Stuttgart und Berlin über Göttingen pendelt.

Welches Wagenmaterial setzt das Unternehmen ein und wie schnell ist der Zug?

Es wurden alte IC-Wagen der Deutschen Bahn aufgemöbelt. Der Zug des Bahnanbieters ist zum Teil auf Neubaustrecken unterwegs und erreicht eine Maximalgeschwindigkeit von 200 Kilometer pro Stunde.

Wie oft fährt der Zug den Bahnhof Göttingen an?

Täglich zwei Mal: Um 10.20 Uhr startet Locomore über Hannover (11.15 Uhr) und Wolfsburg (11.48 Uhr) nach Berlin (Ankunft 13.06 Uhr). In der Gegenrichtung fährt Locomore um 17.42 Uhr über Frankfurt-Süd (19.37 Uhr) nach Stuttgart Hbf (Ankunft 21.20 Uhr).

Welchen Vorteil haben die Kunden von dem neuen Unternehmen?

Das sind die günstigen Fahrpreise im Basic-Tarif - vergleichbar mit der zweiten Klasse bei der Bahn: Für kurze Strecken, zum Beispiel nach Hannover, sind je nach Auslastung sieben bis 17 Euro, zu zahlen. Für mittlere Strecken nach Berlin sind ab Göttingen zwischen elf und 39 Euro zu bezahlen. Für die weiteste Strecke nach Stuttgart verlangt Locomore ab Göttingen zwischen 17 und 47 Euro.

Gibt es auch eine erste Wagenklasse?

Ja, dafür wird bei Locomore der Business-Tarif berechnet. Ein Beispiel: Zwischen Göttingen und Berlin sind dafür zwischen 20 und 59 Euro zu bezahlen.

Welche Fahrscheine gelten in dem Zug?

Es gelten ausschließlich Tickets, die von Locomore ausgestellt werden.

Wo können Fahrscheine gebucht werden?

Sie können im Internet unter der Adresse http://locomore.com/tickets gebucht und gekauft werden. Bei frühzeitiger Buchung können Kunden dabei besonders kräftig sparen. Außerdem gibt es Fahrscheine im Zug. Dort muss allerdings ein Bordzuschlag entrichtet werden.

Wer steckt hinter dem Unternehmen Locomore?

Treibende Kraft ist Derek Ladewig. Der studierte Verwaltungswissenschaftler, Jahrgang 1971, ist Gründer, Gesellschafter und Geschäftsführer. Er ist davon überzeugt, dass der Fernverkehr auf der Schiene erst dann wieder nachhaltig neue Fahrgäste gewinnt, wenn die Reisenden echte Wahlmöglichkeiten zwischen Angeboten verschiedener Bahnunternehmen haben.

Plant Locomore eine Erweiterung des Angebots?

Ja, aber nicht für Fahrgäste aus Göttingen. Zum Fahrplanwechsel Ende kommenden Jahres sollen neue Strecken von Köln über Hannover nach Berlin, von Frankfurt über Stuttgart nach München sowie von Berlin nach Binz auf Rügen eröffnet werden.

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