Göttinger gewinnt Ideenwettbewerb

Atemmaske aus dem 3D-Drucker hilft Corona-Patienten: Student aus Göttingen gewinnt Ideen-Wettbewerb

Preisverleihung in München: Das Team „Sorteria“ mit dem Göttinger Louis Krause (links) erhält für den ersten Platz beim Ideenwettbewerb „Give a Breath-Challenge“ 100 000 Euro.
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Preisverleihung in München: Das Team „Sorteria“ mit dem Göttinger Louis Krause (links) erhält für den ersten Platz beim Ideenwettbewerb „Give a Breath-Challenge“ 100 000 Euro.

Ein Medizinstudent aus Göttingen hat mit seinem Team einen internationalen Ideen-Wettbewerb gewonnen: Er entwickelte eine Idee, Atemschutzmasken komplett im 3D-Drucker zu erstellen.

Göttingen – Kreativität ist in Zeiten von Corona in vielen Bereichen gefragt. Der Göttinger Medizinstudent Louis Krause hat seinen Einfallsreichtum mit Studierenden aus München und Baltimore in sinnreiche Bahnen gelenkt. Das Studi-Team „Soteria“ hat mit der Idee für eine Atemmaske, die sich komplett mit allen Einzelteilen in einem 3D-Drucker herstellen lässt, in einem weltweit ausgeschriebenen Ideen-Wettbewerb der Fraunhofer Gesellschaft und des Rückversicherers Munich Re den ersten Platz belegt.

Als Preis erhielt das siebenköpfige Team 100.000 Euro. Obendrauf kommt ein sogenanntes Realisierungsbudget von 12.000 Euro, wie die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) am Freitag mitteilte. Die Beatmungsmaske ist für die Beatmung von akut erkrankten Covid-19-Patienten gedacht, die unter Umständen auch sauerstoffangereicherte Luft, aber noch keine invasive Beatmung benötigen.

Idee für neue Corona-Atemmaske: Zu 100 Prozent aus dem 3D-Drucker:

„Das Einzigartige und Neue an unserer nicht-invasiven-Beatmungsmaske ist, dass sie zu 100 Prozent in 3D druckbar ist“, sagte der an dem Projekt beteiligte Göttinger Student Louis Krause. So könne sie dezentral und unabhängig von bestehenden, möglicherweise nicht zuverlässigen Lieferketten hergestellt werden.

Erster Preis in der Kategorie „Atemmaske für das Team „Soteria“: Fertiger Prototyp am Modell.

Herkömmliche Beatmungsmasken werden in der Regel mit Hilfe von Spritzguss als Massenprodukt gefertigt. Für die Herstellung im 3D-Drucker werden keine Spritzgussmaschinen benötigt, die Maske kann innerhalb eines Tages gebrauchsfertig gedruckt werden.

Eine Blaupause der prämierten Atemmaske – einschließlich der Informationen zu Herstellung, Montage und Verwendung – wollen die Initiatoren des Ideenwettbewerbs Partnern in Ländern mit hohem Bedarf kostenfrei zur Verfügung stellen. So sollen Regierungen und Partner in aller Welt in die Lage versetzt werden, die prämierte Atemmaske lokal herzustellen und einzusetzen. (ana/epd)

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