Täter geben sich als Bankmitarbeiter aus

Neue Betrugsmasche: Im Landkreis Holzminden verlor ein Senior einen fünfstelligen Betrag

Betrug am Telefon
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Betrug am Telefon: Die Maschen der Betrüger werden immer raffinierter.

Die Betrüger sind erfinderisch: Jetzt legen nicht nur falsche Polizeibeamte Opfer herein. Neu ist eine Masche mit falschen Bankmitarbeitern. Im Landkreis Holzminden verlor ein Senior einen fünfstelligen Betrag.

Holzminden – Der Fall aus dem Landkreis Holzminden lässt aufhorchen: Dort meldete sich ein angeblicher Bankmitarbeiter telefonisch bei einem 75-Jährigen. Der Senior schöpfte keinen Verdacht, weil die Nummer seiner Hausbank im Display angezeigt wurde. Der Anrufer erzählte, dass es verdächtige Abbuchungen vom Konto des 75-Jährigen gegeben habe, die verifiziert werden sollten. Als der Angerufene sagte, dass er keine Buchungen getätigt hat, bot der mutmaßliche Betrüger an, die Aufträge zurückzubuchen.

Dazu ließ sich der Anrufer zunächst die Nummer der EC-Karte von dem Senior „zum Abgleich“ vorlesen. Im Anschluss forderte der angebliche Banker den ahnungslosen Mann auf, die EC-Karte in den TAN-Generator zu schieben und das Gerät an sein Telefon zu halten. Trotz der Anmerkung des 75-Jährigen, dass der TAN-Generator defekt sei, wies der Betrüger ihn an, die Karte mehrfach in das Gerät zu schieben und mit „OK“ zu bestätigen, was dieser auch tat. Es ertönte ein lauter Piepton, und der Anruf wurde beendet.

Nachdem der Senior vergeblich versuche hatte, den „Mitarbeiter“ unter der im Display angezeigten Rufnummer zu erreichen, wollte er sein Konto online zu kontrollieren. Das Opfer stellte aber fest, dass er keinen Zugriff darauf hatte. Er besuchte daraufhin am Folgetag seine Hausbank auf und musste feststellen, dass ein fünfstelliger Betrag von seinem Konto, zunächst auf ein Konto einer Bank in Deutschland und dann weiter ins Ausland abgebucht wurde. Einen ähnlichen Versuch gab es bereits vor einigen Tagen ebenfalls im Raum Holzminden.

Die Polizei rät, nie am Telefon Bank- und Zugangsdaten oder Passwörter preis zu geben und im Zweifel das Gespräch zu beenden. (Bernd Schlegel)

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