Neue Einheit in Göttingen: Polizei kämpft gegen Einbrüche

Vermehrt am Werk: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Mit einer Koordinierungsstelle will die Polizei dagegen vorgehen. Foto: obs/CosmosDirekt/Thinkstock

Göttingen. Die Göttinger Polizei will künftig noch stärker gegen Wohnungseinbrüche vorgehen. Nach einer Umstrukturierung soll eine neue Einheit helfen, Straftaten besser aufzuklären.

Außerdem sollen regelmäßigen Kontrollen, eine stärkere Polizeipräsenz in Wohngebieten sowie Präventionsarbeit dafür sorgen, Einbrüche im Keim zu ersticken.

Die sogenannte „Koordinierungsstelle Eigentum“ hat mit Jahresbeginn ihre Arbeit bei der Polizeidirektion Göttingen, die für acht Landkreise zuständig ist, aufgenommen. „Mit der neuen Organisationseinheit wollen wir Tatzusammenhänge schneller erkennen. Gleichzeitig erhöhen wir durch Personen- und Fahrzeugkontrollen das Entdeckungsrisiko“, sagt Lührig, der ergänzt: „Wir lassen hier nicht nach“.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche im Bereich Göttingen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Waren 2013 noch 319 Straftaten registriert worden, so stieg die Zahl 2014 auf 338 Wohnungseinbrüche an. 2015 ist die Zahl erneut angestiegen – auf 513 Einbrüche. „Die Entwicklung der Fallzahlen in Göttingen ist alarmierend“, so die Polizei.

Nach Darstellung der Göttinger Polizei blieb in der Vergangenheit ein Drittel aller Straftaten im Versuch stecken. In stark betroffenen Wohnvierteln lädt die Polizei die Bewohner zu Präventionsveranstaltungen ein. Auch bietet die Polizeiinspektion Göttingen eine Präventionsberatung an. Hoffnung aber macht, dass nicht nur die Zahl der Einbrüche, sondern auch die Zahl der aufgeklärten Fälle steigt. 2014 lag die Aufklärungsquote bei 25,2 Prozent, 2015 bei 32,6 Prozent.

Damit setzt die Polizei einen Schwerpunkt auf die Aufklärung der Wohnungeinbrüche. Allerdings steht dadurch weniger Personal für andere Aufgaben, wie zum Beispiel für die Begleitung von Großraum- und Schwertransporten, zur Verfügung. Auch könne es „im Einzelfall wichtiger sein, einen weiteren Streifenwagen rund um die Uhr einsetzen zu können, und so auf einige Fußstreifen zu verzichten“, sagt Polizeipräsident Lührig.

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