Göttingen hat nun ein Kompetenzzentrum für Adipositaschirurgie

Neue Einrichtung gegen Fettleibigkeit

Freuen sich über die Zertifizierung: (Von links) Prof. Dr. Claus Langer, Chefarzt der Abteilung Allgemein-, Viszeral-, Thorax und Minimalinvasive Chirurgie, Dr. Bernhard Schupfner, Leiter des Adipositaszentrums, und Dr. Friedemann Horst, Stellvertretender Chefarzt der Abteilung Allgemein-, Viszeral-, Thorax und Minimalinvasive Chirurgie.
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Freuen sich über die Zertifizierung: (Von links) Prof. Dr. Claus Langer, Chefarzt der Abteilung Allgemein-, Viszeral-, Thorax und Minimalinvasive Chirurgie, Dr. Bernhard Schupfner, Leiter des Adipositaszentrums, und Dr. Friedemann Horst, Stellvertretender Chefarzt der Abteilung Allgemein-, Viszeral-, Thorax und Minimalinvasive Chirurgie.

Seit Jahren werden im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende Menschen mit krankhafter Fettleibigkeit (Adipositas) behandelt.

Göttingen – Jetzt hat das Krankenhaus ein zertifiziertes Kompetenzzentrum für Adipositaschirurgie. Es gehört zur Abteilung Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Minimalinvasive Chirurgie und ist laut Mitteilung des Krankenhauses eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit krankhafter Fettleibigkeit in der Region.

Mit der Zertifizierung steht das interdisziplinäre Zentrum für eine fachlich und strukturell qualifizierte und hochwertige Adipositaschirurgie. Das Ärzteteam verfüge über langjährige Erfahrung und könne auf viele erfolgreiche Eingriffe zurückblicken. Die Klinik sei speziell ausgestattet, zum Beispiel mit einem besonderen Operationssaal mit Spezialmöbeln und entsprechenden Instrumenten.

Dr. Bernhard Schupfner, Leiter des Adipositaszentrums, habe ein Konzept entwickelt, um die Patienten vor der Operation auf diese vorzubereiten und langfristig zu betreuen. Das Evangelische Krankenhaus arbeite mit Schupfners Kasseler Praxis, den Rehasport-Einrichtungen, Ernährungsberatern, Endokrinologen, Pneumologen, Psychologen und Diabetologen zusammen. So sei die Diagnostik vor einer Operation und die Antragstellung für diese bei den Krankenkassen ohne lange Wartezeiten möglich.

Nach aktuellem Wissensstand kann Adipositas als Auslöser von Folgekrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislaufkrankheiten und vorzeitigem Gelenkverschleiß meist nur durch einen rechtzeitigen operativen Magen-Bypass oder Schlauchmagenbildung behandelt werden. Um eine dauerhafte Gewichtsreduktion zu erzielen, sei auch die Anleitung und Begleitung der Patienten hin zu einer nachhaltigen Änderung ihrer Ernährungs- und Lebensgewohnheiten wichtig.  

(Fabian Becker)

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