Zwei Antriebsarten in einem Fahrzeug

Neue Stadtbusse für Göttingen: Elektrisch durch die Innenstadt

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Halt am Gänseliesel-Brunnen: Die Göttinger Verkehrsbetriebe (GEB) präsentierten den neuen Hybrid-Bus in der Fußgängerzone der Göttinger Innenstadt vor dem Alten Rathaus. Die Busse werden in der City nur mit Elektrobetrieb angetrieben, außerhalb dann konventionell. Eingesetzt werden drei Busse ab sofort.

Göttingen. Busse inmitten der Fußgängerzone: Auf großes Interesse bei stießen drei neue Linienbusse der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB). Sie sind ab sofort in der Uni-Stadt unterwegs. 

Das Besondere an der neuen Fahrzeuggeneration, die jetzt vorgestellt wurde, ist deren Hybridantrieb. Neben einem herkömmlichen Dieselmotor verfügen die Busse über einen Stromantrieb, mit dem sie leise und umweltschonend unterwegs sind. Weil die Akkus allerdings nur eine Reichweite von rund sieben Kilometern haben und der Motor dann wieder auf Dieselantrieb umschaltet, wird der Elektroantrieb nur in der Innenstadt, am Klinikum und am Bahnhof genutzt werden.

Eingesetzt werden die neuen Busse ab Montag zunächst auf den Linien 41 und 42. „Die Routen sind bewusst gewählt“, sagte GöVB-Geschäftsführer Michael Neugebauer. „Ihr Start- und Endpunkt liegt in der Nähe des Betriebsgeländes in Grone, wo es die bisher einzige Ladestation für die Busse gibt.“ Nach jeder Tour durch die Stadt werden die Batterien dort aufgeladen – in nur etwa sechs Minuten.

„Das ist ja großartig, man hört ja fast gar nichts.“ Aussagen wie diese, hörte man immer wieder während der kurzen Stadtrundfahrten mit einem der neuen GöVB-Flagschiffe, an denen überraschend viele Göttinger teilnahmen.

Tatsächlich ist der flüsterleise Betrieb – man hört wie bei einer U-Bahn nur ein leichtes Surren – das Hauptmerkmal der Hybridbusse, wenn sie im Strom-Modus unterwegs sind. Aber es gibt noch weitere. „Die Busse verfügen auch über ein neues Innendesign, sind noch Senioren- und Behindertenfreundlicher als es unsere übrige Flotte ohnehin schon ist, und sie bieten mit zahlreichen USB-Ports und freiem WLAN zusätzlichen Komfort“, betonte Michael Neugebauer.

Für Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler bedeutet der Einstieg in die E-Mobilität der Startschuss für ein neues Zeitalter der Göttinger Verkehrsbetriebe. „Es ist der Einstieg in einen nachhaltig umweltschonenden öffentlichen Personennahverkehr“, sagte Köhler, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der GöVB ist, zu Beginn der Präsentation am Gänseliesel. Gegen Jahresende sollen drei weitere Hybridbusse geliefert und eingesetzt werden. „Unser Ziel ist es, in ein bis zwei Jahren die ersten Fahrzeuge mit größeren Akkus unter Vollstrom auf Linie zu schicken“, sagte Köhler weiter. „Allerdings nur, wenn die Industrie diese bis dahin überhaupt liefern kann und wenn auch weitere Ladestationen finanziert sind.“

Die ersten drei Busse schlugen für die GöVB mit jeweils 435.000 Euro zu Buche, wobei das Land Niedersachsen für jedes Fahrzeug 138.000 Euro Zuschuss zahlte. Zusammen mit der Ladestation und den neuen Wartungsplätzen wurden rund zwei Millionen Euro investiert.

Damit das Göttinger Busnetz um weitere strombetriebene Linien erweitert werden kann, müssen weitere Ladestationen im Stadtgebiet gebaut werden. So sollen Ladepunkte an der Endhaltestelle an der Grete-Henry-Straße auf den Zietenterrassen entstehen. In gut zehn bis 15 Jahren wollen die GöVB ihre Flotte weitgehend auf elektrischen Antrieb umgestellt haben.

Weitere Infos gibt es im Internet.

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