Neue OP-Technik: Rundum-Blicke in den Körper

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Flexibel und genau: Ein neues Gerät für die Wirbelsäulenchirurgie verbindet Bildgebungsverfahren mit moderner OP-Technik. Chefarzt Dr. Ralf Müller-Issberner (rechts) ist begeistert vom neuen „O-Arm“, der dreidimensionale Bilder bei der OP liefert.

Göttingen. Das Weender Krankenhaus hat technisch aufgerüstet: In der Unfallchirurgie/Orthopädie-Abteilung steht ein 750.000 Euro teurer und im Umkreis von 200 Kilometern einzigartiger mobiler Computertomograph, der durch Live-Bilder noch exaktere Eingriffe möglich macht.

Dem Ärzteteam um Chefarzt Dr. Ralf Müller-Issberner ermöglicht der neue „O-Arm“ von Medtronic Eingriffe an der Wirbelsäule und am zentralen Nervensystem mit nie dagewesener Präzision.

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„Den Nutzen von dieser hochmodernen Technik hat eindeutig der Patient“, sagt Dr. Müller-Issberner. „Wir haben zu jedem Zeitpunkt den absoluten Überblick und können das Einsetzen von Implantaten millimetergenau kontrollieren. Komplexe Eingriffe sind nun mit noch mehr Sicherheit möglich.“

Das für die Wirbelsäulenchirurgie entwickelte Gerät kombiniert die Vorteile eines modernen röntgentechnologiebasierten C-Bogens mit CT-Digital-Bildauflösung sowie Navigation in einem System. Durch die 3-D-Bilder kann die Bewegung der Instrumente bei minimalinvasiven Operationen genau überwacht werden. Den Patienten kann eine weitere Strahlenbelastung durch eine Computertomographie nach der Operation erspart werden.

Das mobile Bildgebungssystem umschließt den Patienten, daher das „O“ im Namen. Es bietet somit zwei- und dreidimensionale Aufnahmen sowie die Durchleuchtung (Fluoroskopie) des Körpers während der Operation, ohne dass die Liegeposition verändert werden muss. Der ringförmige Teil des Geräts mit der hochauflösenden Röntgenkamera ermöglicht mittels einer Schwenkeinrichtung eine 360-Grad-Bildfolge rund um den Körper des Patienten.

4500 Operationen im Jahr

2015 hat die Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende insgesamt 4500 Patienten operiert. Dabei wurden im Rahmen des Wirbelsäulenzentrums bei etwa 1100 Fällen Eingriffe an der Wirbelsäule vorgenommen. 

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