Neue Räume für Klinikschule: UMG auf Spenden angewiesen

Unterricht auch in Krankheitszeiten: Schülerinnen und Schüler in der Klinikschule der Universitätsmedizin Göttingen. 2015 soll die Schule neue Räume bekommen. Foto: UMG/nh

Göttingen. Die Schule der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) bekommt neue Räume. Für eine Ausstattung mit Materialien über Krankenhausstandard hinaus braucht das Klinikum Spenden.

Bisher erhalten Kinder und Jugendliche, die über einen längeren Zeitraum stationär oder teilstationär in die Kinderklinik behandelt werden müssen, Unterricht in einem Pavillon in der Osthalle. Sie werden in Kleingruppen oder auch einzeln am Krankenbett von Lehrern aller Schularten unterrichtet. Jährlich besuchen mehr als 50 Kinder und Jugendliche die Klinikschule.

Mit nur zwei Räumen ist der Schulpavillon viel zu klein. Andere Unterrichtsräume sind weit entfernt. Das erschwert besonders Patienten mit körperlichen Behinderungen ihre Situation. Deshalb plant die UMG Klinikschule acht bis zehn behindertengerechte Unterrichts- und Nebenräume für 25 Schüler auf einer Gesamtfläche von 350 bis 400 Quadratmetern.

Die Kosten, die die UMG noch nicht beziffern kann, finanziert sie aus Eigenmitteln. Baubeginn soll in der zweiten Jahreshälfe 2015 sein.

Für die Ausstattung, die über den Krankenhausstandard hinausgeht, hofft das Klinikum auf Spenden. Gebraucht werden Tische, Stühle, Schränke, Tafeln oder Whiteboards, Computer (Hard- u. Software) sowie für den naturwissenschaftlichen Bereich ein Laborabzug, Experimentiertische, Laborwaschbecken und sämtliche Materialien und Geräte für Versuche. Auch die Einrichtung eines Musikraumes mit Instrumenten ist geplant. Benötigt werden rund 150.000 Euro.

„Wir bitten die Öffentlichkeit um Unterstützung für die neue Klinikschule“, sagt Prof. Dr. Jutta Gärtner, Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der UMG. „Mit den Spenden können wir einen Unterricht nach modernsten pädagogischen Gesichts-punkten für die betroffenen Kinder und Jugendlichen verwirklichen. Das bekommen wir von unseren Krankenhausträgern leider nicht finanziert. Dabei ist eine gute schulische Begleitung gerade in schwierigen und gesundheitlich beeinträchtigten Zeiten für unsere Patienten enorm wichtig. Sie gibt neben der medizinischen Behandlung ein Stück Alltagsstruktur und Normalität.“ (p)

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