Raumnot soll mit 7,7 Millionen Euro behoben werden

Neue Räume und Mensa für das Göttinger Otto-Hahn-Gymnasium

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Das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) in Göttingen aus der Luft: Die akute Raumnot der Schule (vorn, links) soll bis 2020 durch einen Anbau beseitigt werden. Oben im Bild sind die Gebäude der Berufsbildenden Schulen II samt Sporthalle zu sehen.

Göttingen. Im vergangenen Herbst wurde beschlossen, dass das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) nahe des Göttinger Bahnhofs einen Anbau erhält, nachdem Eltern, Schüler und Schulleitung darum öffentlich gekämpft hatten.

Jetzt wurden die Planungsleistungen für die Erweiterung europaweit ausgeschrieben. Das heißt: Der Anbau ist auf dem Weg.

Bereits seit mehreren Jahren herrscht am OHG Raumnot. Zunächst war von der städtischen Schulverwaltung geplant, mehrere Klassen in das Gebäude der benachbarten Berufsbildenden Schulen II zur Miete auszulagern. Doch dagegen hatte sich massiver Protest formiert – der von Erfolg gekrönt war.

„Das Otto-Hahn-Gymnasium ist eine Ganztagsschule und wird zurzeit von etwa 1250 Schülerinnen und Schülern besucht. Aufgrund steigender Schülerzahlen und dem damit einhergehenden Platzbedarf, sowie dem Wegfall angemieteter externer Räumlichkeiten, ist die bauliche Erweiterung des Gymnasiums notwendig“, heißt es in der Ausschreibung.

Eine Aussage, die auch Schuldezernent Siegfried Lieske untermauert: „Der Anbau ist notwendig. Alternativen zu prüfen, war dennoch sinnvoll“, sagte er auf HNA-Anfrage. Zukünftig sollen etwa 1500 Schülerinnen und Schülern das besonders auch für auswärtige Schüler gut zu erreichende Gymnasium in Bahnhofsnähe an der Godehardstraße besuchen.

Der Anbau soll an der Westseite des bestehenden Gebäudes entstehen. Im Neubau sollen 22 moderne Unterrichtsräume mit jeweils 65 Quadratmetern sowie Sanitäranlagen untergebracht werden.

Auch die Einrichtung einer neuen Mensa mit Ausgabeküche ist geplant, da die vorhandene Mensa im Bestandsgebäude nicht ausreichend ist. Für diese Räume sind etwa 400 Quadratmeter Fläche erforderlich.

Für den Neu- und Umbau wurden von der Stadt Göttingen ein Haushaltsbudget von etwa 7,7 Millionen Euro bereitgestellt. Der Bau soll bis Ende des 2020 fertigsein. Daher solle, so heißt es in der Ausschreibung weiter, voraussichtlich ab November der Auftrag erteilt und sofort mit den Planungsleistungen begonnen werden.

In dem Projekt, das EU-weit ausgeschrieben ist, sind die Gebäudeplanungen, die Tragwerksplanung, die Ausrüstungen für Heizung, Lüftung und Sanitär sowie die Elektrotechnik enthalten. (ysr/tko)

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