Landgericht verhandelt ab Mittwoch

Neue Runde im Göttinger Prozess um die Kükensortierer

+
Ein männliches Hühner-Küken: In dem Prozess um die Frage, ob Küken-Sortierer als nichtselbständige Beschäftigte oder als Freiberufler gelten.

Ein seit mehr als einem Dutzend Jahren anhängiges Strafverfahren um eine Vermittlungsfirma für asiatische Kükensortierer in Uslar geht jetzt in die nächste Runde.

An diesem Mittwoch beginnt vor dem Landgericht Göttingen die Neuauflage eines Prozesses gegen den heute 58 Jahre alten Geschäftsführer der Vermittlungsfirma sowie dessen 62-jährigen Bruder. Weil der Bundesgerichtshof (BGH) das erste Urteil des Landgerichts in diesem Fall aufgehoben hat, muss jetzt eine andere Wirtschaftsstrafkammer erneut über den so genannten „Chicken-Sexing“-Fall verhandeln.

Die Uslarer Firma vermittelt Arbeitskräfte aus Südkorea und China an Brütereien in ganz Europa Die Mitarbeiter sind speziell darauf geschult, bei frisch geschlüpften Eintagsküken das Geschlecht zu bestimmen („Chicken Sexing“). Diese Tätigkeit dient zum Sortieren der Tiere in Brütereien: Weibliche Tiere kommen anschließend in die Legebatterie, männliche Tiere werden als Brathähnchen gemästet oder getötet. In dem Verfahren ging es vor allem um die Frage, ob die Kükensortierer als nichtselbständige Beschäftigte oder als Freiberufler gelten.

Im April 2016 hob der Bundesgerichtshof auf die Revisionen der Angeklagten und der Staatsanwaltschaft hin ein Urteil aus dem Jahr 2014 teilweise auf.

Im August 2017 startete dann die erste Neuauflage des Mammutprozesses. Dieser musste dann allerdings nach rund zwei Monaten ausgesetzt werden. Jetzt gibt es einen neuen Anlauf.  pid

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.