Uni-Medizin Göttingen

Neue Sensoren aus Göttingen sollen Coronavirus erkennen

Die US-Gesundheitsbehörde Center for Disease Control and Prevention hat diese Illustration zeigt des Coronavirus erstellt.
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Die US-Gesundheitsbehörde Center for Disease Control and Prevention hat diese Illustration zeigt des Coronavirus erstellt.

Die Erkennung und Diagnostik des Coronavirus ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie. An der Uni-Medizin Göttingen soll jetzt ein neues Verfahren mit Nano-Sensoren dazu entwickelt werden.

  • Uni-Medizin Göttingen: Neues Verfahren mit Nano-Sensoren
  • Materialien können virale Bausteine erkennen und unterscheiden
  • Projekt wird von Volkswagen-Stiftung gefördert.

Göttingen – Das Problem ist, dass die bislang genutzte Technologie noch nicht so schnell, präzise und verfügbar ist, wie es wünschenswert wäre. Die Volkswagen-Stiftung fördert als Teil ihrer Anti-Corona-Initiative ein Projekt an der Universität und Universitätsmedizin Göttingen (UMG), in dem Nano-Sensoren zur schnellen optischen Erkennung des Virus entwickelt werden. Für die zusätzliche und schnelle Forschung hat die Volkswagen-Stiftung 120 000 Euro für 2021 bereitgestellt.

Uni-Medizin Göttingen: Optisches Signal erlaubt direkten Nachweis

Die winzigen Sensoren werden aus Materialien aufgebaut, die in einem für den Menschen nicht sichtbaren Bereich des Lichts (nahes Infrarot) leuchten. Diese Materialien werden chemisch so verändert, dass sie virale Bausteine erkennen und unterscheiden können.

Sobald das Virus oder virales Material in ihrer Umgebung auftaucht, verändern sie ihr optisches Signal und erlauben so den direkten und vor allem schnellen Nachweis.

Uni-Medizin Göttingen: Schnelle und unkomplizierte Vor-Ort-Diagnostik

„Mit diesem Ansatz wollen wir einerseits die grundsätzliche Anwesenheit des Virus erkennen, aber auch Hinweise auf die Infektiösität des Virus und die Infektionsgefahr für Patienten gewinnen“, sagen die beiden Projektleiter Dr. Sebastian Kruss vom Institut für Physikalische Chemie der Universität Göttingen und Prof. Dr. Uwe Groß, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der UMG. „Dadurch könnte eine schnelle, unkomplizierte Vor-Ort-Diagnostik ohne Bedarf für größere Laborgeräte ermöglicht werden.“

Das Projekt fußt auf einem Forschungsprojekt, das seit drei Jahren läuft, sowie der Technologie zur berührungsfreien optischen Detektion von Krankheitserregern, wie Bakterien.

Uni-Medizin Göttingen: Einjährige Projektlaufzeit

Dieses Projekt wird ebenfalls von der Volkswagen-Stiftung gefördert. Dadurch soll schon innerhalb der einjährigen Projektlaufzeit festgestellt werden, ob diese neue Technologie Anwendung finden und einen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie leisten kann.  (bsc)

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