Verzögerung bei Neuanschaffung

Toilettenhäuschen für Göttingen kommen erst im Herbst

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Hier stand einmal ein Toilettenhäuschen: Das öffentlich zugängliche Gebäude in der Friedrichstraße wurde abgebaut. Der Ersatz kommt frühestens im September.

Wo sind sie geblieben, die futuristisch anmutenden öffentlichen, automatischen Toilettenhäuschen ohne Ecken in der Göttinger Innenstadt?

Sie sind weg, es klaffen Gruben im Boden, oder sie werden gerade abgebaut. Der bisherige Betreiber hatte angekündigt, sich 2019 aus Göttingen zurückzuziehen. Deshalb kümmerte sich die Stadtverwaltung schon im August 2018 um das Thema einer möglichen Toilettenknappheit. Dennoch wird es vorerst mit einem Ersatz nichts. Toilettennutzer müssen sich gedulden, oder auf weiter vorhanden Anlagen ausweichen.

„Neue Toilettenanlagen werden derzeit hergestellt“, heißt es aus der Stadtverwaltung. Grund für die Verzögerung seien „aufwendige Produktionsverfahren“, deshalb sei erst im Laufe des Monats September mit dem Aufstellen zu rechnen.

Die Häuschen werden über eine automatische Fußboden- und Sitzbrillenreinigung verfügen, also einen hohen Hygienestandard gewährleisten. Behinderte Menschen können sie mit einem CBF-Schlüssel öffnen und kostenlos benutzen. Die Beleuchtung ist energiesparend über LED-Lampen. Billig wird der Toilettenspaß aber nicht: 600 000 Euro sollen die neuen öffentlichen stillen Örtchen kosten. Neu wird der Standort an der westlichen Kiessee-Seite sein, dafür wird die laut Stadtverwaltung kaum genutzte Anlage am Groner Tor ersatzlos gestrichen. An den übrigen bisherigen Standorten werden die Toilettenhäuser ersetzt: Kurze Straße/Ausgang Wochenmarkt, Friedrichstraße (Nähe ehem. Postgebäude), Weender Straße/Untere Karspüle.

Nicht betroffen sind die Anlage am Busbahnhof sowie die Toilete für Menschen mit Behinderungen hinter dem Alten Rathaus. Prüfen wollte die Verwaltung auch den Aufbau einer neuen behindertengerechten WC-Anlage am Albani-Platz/Cheltenhämpark. Dieser soll mit der Neugestaltung des Platzes im Zuge Stadthallensanierung verknüft werden.

Die Stadt hatte untersuchen lassen, wie oft die Toiletten genutzt werden: etwa 25 000 Mal pro Jahr, also rund 70 Mal am Tag.

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