Werkstoff Holz

Neue Uni-Einrichtung: Forschung rund um Laubholz-Produkte

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Neues Forschungszentrum für innovative Laubholzprodukte: (von links) Prof. Holger Militz, Rüdiger Eichel, Uni-Vizepräsident Prof. Norbert Lossau und Prof. Bernhard Möhring, Dekan der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie, an einer der modernen Maschinen des neuen Forschungszentrums.

Die Universität Göttingen hat rund 1,2 Millionen Euro in den Bau eines neuen Forschungszentrums für innovative Laubholzprodukte (FIL) investiert. Es wurde jetzt eingeweiht.

„Holz ist von jeher ein ganz hervorragender Werkstoff – ästhetisch, traditionell und doch sehr modern“, betonte Prof. Holger Militz, Leiter der Abteilung Holzbiologie und Holzprodukte der Universität Göttingen, die das neue Forschungszentrum betreibt. Während in der Vergangenheit eher Nadelholz eine „ganz wichtige Rolle“ gespielt habe, würden nachhaltige und an den Klimawandel angepasste Formen der Waldbewirtschaftung künftig zu einem deutlich höheren Anteil von Laubbäumen in den Wäldern führen. „Ziel der Forschung auf dem Gebiet der Laubholzprodukte wird es also sein, diese wertschöpfend, effektiv und effizient zu nutzen“, so Militz. Es sei „enorm wichtig“, Laubholz künftig auch in hochwertige Anwendung zu bringen. Schließlich sei dieses Holz in der Vergangenheit überwiegend für die Wärmegewinnung genutzt worden.

Die Laubholzforschung am FIL umfasst künftig fünf Forschungsschwerpunkte - von der Holznutzung über den Holz- und Brandschutz bis hin zur Verarbeitung von Laubholz beim Bau. Dafür wurde die alte Sägehalle, die nicht beheizt war somit in den kalten Monaten nur sehr eingeschränkt nutzbar war, von Grund auf saniert und mit einer modernen Heizungsanlage ausgestattet. Direkt an die sanierte Halle wurde eine moderne Holzlagerhalle mit angeschlossenem Chemikalienlager gebaut. Die Baukosten in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro stammen aus Mitteln der Universität und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

„Dieses Forschungszentrum steht gleichermaßen für Innovation und Kontinuität“, sagte Prof. Norbert Lossau, Vizepräsident für Digitalisierung und Infrastrukturen der Universität Göttingen. Rüdiger Eichel von der Forschungsabteilung des niedersächsischen Wissenschaftsministeriums, der für seien verhinderten Minister Björn Thümler nach Göttingen gekommen war, lobte die Fakultät Forstwissenschaften der Göttinger Uni als „sehr forschungsstarken“ Fachbereich.

Neues Forschungszentrums Es verfügt über eine moderne neue Holzlagerhalle.

„Die Eröffnung dieses Forschungszentrums zeigt, dass es eine gewisse Renaissance des Werkstoffes Holz gibt“, sagte Eichel. Allein aus diesem Grund sei das Geld hier richtig gut investiert.

VON PER SCHRÖTER

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