Neue Wege für Pendlerströme nach Göttingen

Konkreter Vorschlag aus der Göttinger Stadtpolitik: Aus der Kreuzung am Übergang von der Straße „Im Rinschenrott“ zur neuen Bundesstraße 3 könnte ein Kreisel werden. An dem Knotenpunkt kommt es insbesondere stadteinwärts im morgendlichen Berufsverkehr zu Rückstaus. Foto: Schlegel

Göttingen. Auf welchen Straßen werden Pendler zukünftig im Norden der Stadt Göttingen unterwegs sein? Diese Frage soll die Stadtverwaltung in der nächsten Zeit klären.

Umlegung des Verkehrs?

Der Bauausschuss gab am Donnerstag einen entsprechenden Prüfungsauftrag an die Stadtverwaltung. So soll geprüft werden, ob der Verkehr von der Hannoverschen Straße/Weender Landstraße auf den Maschmühlenweg/Bahnhofsallee umgelegt werden kann.

Hohe Belastung

Schon im Ausschuss war klar, dass das letztlich kaum möglich sein wird. Schließlich fahren im Bereich Maschmühlenweg täglich etwa 20.000 Fahrzeuge. „Da ist nicht mehr viel Luft nach oben“, machte auch Stadtbaurat Thomas Dienberg mit Blick auf die in weiten Teilen zweispurige Trasse deutlich. Der kompletter vierspurige Ausbau scheidet durch die bauliche Enge an einigen Stellen derzeit praktisch aus. Außerdem fahren auf der anderen vierspurigen Route über die Hannoversche Straße täglich etwa 25 000 Fahrzeuge.

Kreisel statt Kreuzung

Die Ratspolitiker haben in ihrem Prüfauftrag bereits eine konkrete Idee eingebracht: So könnte die Ampelkreuzung im Norden beim Übergang von der neuen Bundesstraße 3 zur Straße „Im Rinschenrott“ durch einen Kreisel ersetzt werden. „Eine gute Idee“, findet auch die Stadtverwaltung.

Erschließungsstraße

In die Untersuchungen und notwendigen Zählungen soll auch die neue Erschließungsstraße vom nördlichen A7-Zubringer (neue Bundesstraße 27) zum Güterverkehrszentrum entlang der Bahnstrecke mit einbezogen werden. Sie hat sich zum Geheimtipp für viele Pendler entwickelt, spart man doch im Vergleich zur Route über die Hannoversche Straße sieben Ampeln. Außerdem sollen bei allen Überlegungen die Auswirkungen auf den Stadtbusverkehr überprüft werden.

Bauarbeiten ab April

Schon jetzt ist klar, dass sich Pendler wieder auf erhebliche Behinderungen einstellen müssen. Ab April gehen die Bauarbeiten auf dem Maschmühlenweg zwischen der Hildebrandstraße und dem Schützenanger weiter. Der Verkehr wird dann voraussichtlich für mehrere Monate umgeleitet. Vorgesehen sind unter anderem umfangreiche Arbeiten am Kanalnetz. Im kommenden Jahr ist dann der Abschnitt zwischen dem Schützenanger und der Abzweigung zum Hagenweg an der Reihe. 

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