Trasse entlang der Bahn in Nordstadt fertig

Neue Wege zum Güterverkehrszentrum – Hannoversche Straße entlastet

Kernstück: Der Kreisel südlich des Autobahnzubringers in der Göttinger Nordstadt. Rechts der Abzweig in Richtung Güterverkehrszentrum (GVZ). Links der ehemalige Max-Bahr-Baumarkt, der noch im Herbst unter anderer Trägerschaft wiedereröffnet werden soll. Im Hintergrund der Komplex Media-Markt. Foto: Schröter

Göttingen. In der Uni-Stadt gibt es eine neue Trasse, die die Einfallroute aus Norden, die Hannoversche Straße, entlastet. Sie bindet gleichzeitig das Güterverkehrszentrum (GVZ) an den Autobahnzubringer Göttingen-Nord und das Industriegebiet Lutteranger von der Innenstadt an.

22 Monate wurde daran gebaut, 7,65 Millionen Euro hat das Projekt gekostet: Jetzt ist die Nordanbindung des GVZ fertig. Sie wurde am Donnerstag eingeweiht und der Bestimmung übergeben. Dazu kam auch der Wirtschaftsminister des Landes Niedersachsen, Olaf Lies, nach Göttingen.

„Das ist ein enorm wichtiges Infrastrukturprojekt, das nicht nur das GVZ direkt an die Autobahn 7 anbindet, sondern auch eine merkliche Verkehrsentlastung in der Güterbahnhofstraße und der Hannoverschen Straße bringen wird“, betonte Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer. Auf diese Straßen nämlich hatten die Lastwagen, die ihre Ware zum GVZ brachten oder sie von dort abholen, bislang ausweichen müssen, um zu den Fernstraßen zu gelangen.

Erfreulich sei auch, dass das Gewerbegebiet Lutteranger wieder komplett von Süden her an das Verkehrsnetz angeschlossen sei, freue ihn. „Jetzt müssen die Autofahrer nur noch lernen, mit den beiden neuen Kreiseln umzugehen“, schmunzelte Meyer.

„Dieses Projekt hat einen hohen Stellenwert für Göttingen und für ganz Niedersachsen“, betonte Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD). Güterverkehrszentren seien wichtige logistische Knotenpunkte, die gebraucht würden, wenn man Wirtschaftsstandorte weiter voranbringen wolle.

Freie Bahn: Von links Thomas Dienberg, Wolfgang Meyer, Ursula Haufe und Wirtschaftsminister Olaf Lies eröffnen die Nordanbindung Güterverkehrszentrum (GVZ). Foto: Schröter

Nicht zuletzt deshalb habe das Land sich zu einem beträchtlichen Teil an den 5,5 Millionen Euro Fördergeld beteiligt. „Der Erhalt, die Entwicklung und der Ausbau von Verkehrsinfrastruktur in diesem Bereich sind ein Kernthema in der Politik Niedersachsens“, sagte der Wirtschaftsminister. Seit dem Jahr 2000 habe das Land mehr als sechs Milliarden Euro in die Logistik investiert und dazu beigetragen, mehr als 40.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen. „Das hier in Göttingen war eine kluge Investition in die Zukunft.“

Ursula Haufe, Geschäftsführerin der für den Bau der Nordanbindung verantwortlichen Wirtschaftsförderung Region Göttingen (GWG), lobte alle beteiligten Firmen. „Es wurden für viele Probleme immer die richtigen Lösungen gefunden und der Bau wurde pünktlich und zu genau den geplanten Kosten fertig gestellt.“

Von Per Schröter

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