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Neuer Förderverein soll künftig das Göttinger Kunsthaus unterstützen

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Von: Thomas Kopietz

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Mitglieder des neuen Fördervereins: Von links: Alfons von Uslar, Gerhard Steidl, Geschäftsführerin Dorle Meyer und Rolf-Georg Köhler.
Neu im Kunsthaus Göttingen: ein Fördervein und eine neue Kuratorin mit Lotte Dinse (2. v. r.) Von links: Alfons von Uslar, Gerhard Steidl, Geschäftsführerin Dorle Meyer und Rolf-Georg Köhler. © Vanessa Pegel/nh

Das neue Kunsthaus Göttingen bekommt im Februar einen Förderverein. Neue Kuratorin wird ab Januar Lotte Dinse.

Göttingen – Das neue Kunsthaus Göttingen, eine hochmoderne Galerie, öffnete vor gut eineinhalb Jahren. Künftig wird es auch durch einen Förderverein getragen, der ab Februar 2023 das lockere Gremium „Freundeskreis“ ablösen wird. Der Kunsthaus-Verein soll offen sein, für alle, die Lust haben, das einmalige Projekt in der südlichen Göttinger Altstadt zu unterstützen.

Und: Ab Januar wird es eine fest angestellte Kuratorin geben. Insgesamt setzt sich im Kunsthaus damit über Verein und fixe Kuratorin die Professionalisierung der Strukturen fort.

Kunsthaus Göttingen: Neue Kuratorin ab Januar, Förderverein kommt im Februar

Geschäftsführerin Dr. Dorle Meyer hatte zu einem Info-Abend geladen. „Jetzt ist die Zeit für einen Förderverein gekommen“, betonte sie und ergänzte: „Das Kunsthaus ist seit gut eineinhalb Jahren geöffnet und wir haben in dieser Zeit gezeigt, dass wir mit unserem Angebot die Kultur- und insbesondere die Kunstszene Göttingens sehr gut ergänzen und bereichern.“.

In ihrem Rückblick verwies sie auch darauf, dass das neue Kunsthaus nicht nur herausragende Ausstellungen gezeigt habe, sondern dazu auch ein breites Vermittlungsangebot auch für Schulen präsentierte.

Ein Junge steht mit einem iPad vor Bildern im Göttinger Kusthaus.
Mehr als eine moderne Galerie. Das Kunsthaus Göttingen bietet auch Programm für viele Zielgruppen, wie diesen Workshop „Schwarz-Weiß ist cool“ für Schüler an. © Emilia Hesse/nh

„Wir wollen viele Zielgruppen erreichen. Das Kunsthaus soll ein Haus für alle sein.“, nennt Meyer das Ziel. Im wachsenden Kunstquartier soll es künftig eine zentrale Rolle einnehmen, dieses stärken und vor allem ein Anlaufpunkt sein.

Lotte Dinse, die seit Februar 2021 das Künstlerhaus Schloss Balmoral in Bad Ems (Rheinland-Pfalz) leitet, wird ab Januar als neue, fest angestellte Kuratorin am Kunsthaus Göttingen starten. Dinse stellte sich erstmalig öffentlich in Göttingen vor.

Künftige Kuratorin des Göttinger Kunsthauses stellte sich erstmals öffentlich vor

Sie kündigte an, das erstklassige Ausstellungsangebot des Hauses in diesem Sinne fortführen und mit neuen Kooperationsideen ergänzen zu wollen. Seit Öffnung hatte sich die auch vom Folkwang-Museum bekannte Ute Eskildsen mehrfach als Kuratorin engagiert.

Als Initiatoren der Förderverein-Idee nannten Ex-Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und Gründungsgeschäftsführer Alfons von Uslar die Struktur und Satzung des Vereins: Der Vorstand wird aus mindestens fünf Mitgliedern bestehen. Einen Platz nimmt Geschäftsführerin Meyer ein. Ansonsten aber sei „man offen für engagierte Mitstreiterinnen, die eine Aufgabe übernehmen möchten.“

Kunsthaus-Förderverein: Jeder ist als Mitstreiter willkommen

Rolf-Georg Köhler sagte, dass sich der Betrieb und das gesamte Kunstquartier weiterentwickeln würden. „Es ist daher wichtig, dass sich nicht nur die Stadt und Politik, sondern auch die Gesellschaft unterstützend einbringt“, sagt Köhler, der die Entstehung des Kunsthauses begleitete und unterstützte – auch gegen politische Widerstände, die es gab.

Die Mitglieder sollen für ihre Vereinszugehörigkeit auch Vorteile genießen: Es soll exklusive Führungen, Ausstellung-Previews oder gemeinsame Kunstreisen geben, wie Dorle Meyer sagt. Das ist ein Unterschied zum zuvor locker aufgestellten Freundeskreis, der Förderer und Interessierte vereinigte, aber den finanziellen Unterstützern auch nichts zurückgab.

Sponsoren können sich künftig finanziell über eine Mitgliedschaft im Förderverein engagieren. „Spenden gehen weiterhin direkt an die Kunsthaus gGmbH,“ erläuterte Alfons von Uslar, der bis zum Jahresende als Prokurist am Kunsthaus tätig ist und im Anschluss dem Haus über den Förderverein verbunden bleiben will.

Weitere Ideen und Vorschläge zur Gestaltung des Vereins sammelten die Initiatoren während des Info-Abends.

Am Info-Abend gaben auch der ehrenamtliche Kunsthaus-Gründungsdirektor Gerhard Steidl und die Künstlerin Daniela Friebel Einblicke in die aktuell bis zum 8. Januar 2023 laufende Ausstellung „The Walls“. Informationen darüber gibt es unter www.kunsthaus-goettingen.de.

Infos/Anfragen: auch über info@kunsthaus-goettingen.de an Geschäftsführerin Dr. Dorle Meyer.

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