Gemeinsame Unterbringung mit Flüchtlingen angedacht

Neuer Göttinger Asta will Wohnraumnot der Studenten bekämpfen

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Der neue Asta hat sich viel vorgenommen: (vorn, von links) Vivien Bohm, Larissa Freudenberger sowie Janice Sattler sowie (hinten, von links) Aljoscha Dalkner, Korbinian Holder, Niklas Knepper, Roman Kirk, Niklas Schröder, Nikolai Palmer, Merle Mangels und Silke Hansmann.

Göttingen. Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) der Universität Göttingen will sich unter anderem um das Thema Wohnungsnot kümmern. Das wurde bei der Vorstellung des Programms bekannt.

Mit konkreten Vorschlägen will die Studierendenvertretung die Problematik angehen. Dazu gehört beispielsweise, dass bislang schnell erreichbare Orte besser über den Nahverkehr angeschlossen werden. Als Beispiel wurde Rosdorf genannt. Der Asta möchte erreichen, dass mehr Busse fahren, damit Wohnungen und Zimmer dort für Studierende attraktiver werden, berichtete Sozialreferentin Larissa Freudenberger.

Leerstände

Ein weiteres Thema sind Leerstände von Häusern. Dabei wollen die Studenten mit Akteuren aus Politik und Verwaltung ins Gespräch kommen. Dem Asta schwebt unter anderem eine gemeinsame Unterbringung von Studenten und Flüchtlingen vor. Inzwischen wurde bereits ein Arbeitskreis „Wohnraum“ ins Leben gerufen, an dem sich alle Interessierten beteiligen können.

Link zum Thema:

- Website des Asta

Insgesamt hat sich der neue Asta, der dem linken Spektrum zuzurechnen ist, zum Ziel gesetzt, mehr politische Akzente zu setzen. „Wir verstehen uns nicht als bloße Serviceplattform für Studierende, sonder darüber hinaus als emanzipatorische und basisdemokratische Vertretung mit einem klaren politischen Auftrag“, sagte die neue Asta-Vorsitzende Vivien Bohm. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Engagement gegen Rassismus sowie gegen rechte Gruppierungen.

Festival

Auf rassistische Missstände will der Asta beim zweitägigen Festival „contre le racisme“ am 17. und 18. Juni aufmerksam machen. Die Besucher dürfen sich auf Konzerte sowie Vorträgen und Workshops am Zentralen Hörsaalgebäude freuen.

Mit dem neuen Referat für Flucht und Migration setzt sich der Asta nach eigenen Angaben erstmals auch mit dem gesellschaftspolitischen Komplex der Asylpolitik auseinander.

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