Neuer Maßregelvollzug: Die Sicherheit bleibt im Hintergrund

Symbolischer Schlüssel: Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt erhielt ihn bei der Einweihung des neuen Maßregelvollzugszentrums Göttingen von Chefarzt Dirk Hesse (rechts) und Michael Brassel, Leitender Baudirektor des Staatlichen Baumanagements Südniedersachsen. Foto: Schlegel

Göttingen. Beim neuen Maßregelvollzugszentrum auf dem Göttinger Leineberg handelt es sich um eine Hochsicherheitseinrichtung. Doch das bemerkt man nicht auf den ersten Blick.

In der Einrichtung, können bis zu 70 psychisch kranke Straftäter therapiert werden. Doch der Gebäudekomplex hat keine Gitter an den Fenstern. Stattdessen ist das Glas besonders verstärkt und um das Gebäude herum ist ein begrünter Zaun zu finden. Die Sicherheit bleibt eben im Hintergrund. Die bis zu 70 Patienten werden von etwa 120 Mitarbeitern betreut.

Die Einrichtung, die zum Maßregelvollzugszentrum Moringen gehört und dieses entlasten soll, bietet für alle Patienten Einzel- beziehungsweise Doppelzimmer. Sie verfügen alle über eigene Bäder mit Dusche und Toilette. Außerdem werden die Therapiemöglichkeiten deutlich verbessert. „Der Neubau ermöglicht den Abschied von einem Relikt aus einer Zeit der Verwahr-Psychiatrie“, sagte Niedersachsens Innenministerin Cornelia Rundt (SPD).

Wenn im Januar die neue Einrichtung in Betrieb geht, sind die Tage des „Festen Hauses“ gezählt, das schon lange nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. Wenn man die Kapazitäten in Moringen mitrechnet, verfügt Niedersachsens künftig über 145 Hochsicherheitsplätze für psychisch kranke Straftäter. 

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