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Wildtiere im Göttinger Stadtwald bekommen 2,5 Kilometer neuen Zaun

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Von: Eva Krämer

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Das Wildgehege am Kehr mit den Wildschweinen und dem Schwarz- und Dammwild-Gehege im Göttinger Stadtwald.
Bei jüngeren wie älteren Besuchern gleichermaßen beliebt: Das Wildgehege am Kehr mit den Wildschweinen und dem Schwarz- und Dammwild-Gehege im Göttinger Stadtwald. Hier erfolgte nun ein symbolischer Spatenstich zum Neubau. © Melanie Zimmermann

Tierfreunde aufgepasst: Das Wildgehege am Kehr im Göttinger Stadtwald bekommt 2,5 Kilometer neuen Zaun. Das Bauvorhaben soll circa 140.000 Euro kosten.

Göttingen – Einige Wildschweine waren am Montagmorgen (04.04.2022) im Wildtiergehege am Kehr gesehen. Sieben Frischlinge wurden erst vor wenigen Tagen geboren, erzählt die Stadtförsterin Lena Dzeia aus Göttingen. Drei Rehe stehen neugierig am Zaun und lassen sich von zwei Kindern füttern. Für 140.000 Euro soll nun der Zaun am Damwild- und Wildschweingehege erneuert werden.

Bereits im vergangenen Oktober hatte der Finanzausschuss des Göttinger Stadtrats die Baumaßnahmen beschlossen. Bis Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten an den zwei Wildtiergehegen dauern. 2,5 Kilometer Zaun werden erneuert. Um Material zu sparen, sollen die 1959 gesetzten Zaunpfosten weiterhin genutzt werden – insofern sie noch stabil genug sind.

Wildgehege am Kehr: 2,5 Kilometer neuer Zaun für die Wildtiere

Neben den Arbeiten an dem Außenzaun soll auch ein neuer Innenzaun auf einer Länge von 500 Metern neu gesetzt werden. Außerdem muss ein sogenannter Unterwühlschutz aus Beton angelegt werden – damit sich die Wildschweine nicht unter dem Zaun hindurchwühlen.

Wildschweine im Göttinger Stadtwald.
Wildschweine im Göttinger Stadtwald. © Melanie Zimmermann

Der bisherige Unterwurfschutz besteht aus Holz, das jedoch schnell verwittert und deshalb immer wieder ausgetauscht werden muss. Auch der Elektrozaun wird trotz des neuen, stabileren Zauns bestehen bleiben, erklärt die Stadtförsterin. Dies sei bei Wildtiergehegen Vorschrift.

Einschränkungen für Spaziergänger im Göttinger Stadtwald

Für Spaziergänger kann es während der Bauarbeiten zu Einschränkungen kommen – ein Teil des wegen muss gesperrt werden, da der Platz sehr beengt ist. Knapp 18 Hektar ist das Gehege für das Damwild groß. Die ersten Damhirsche wurden 1937 auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei gehalten.

3500 Reichsmark zahlte Brauerei und Stadtverwaltung damals für den Bau eines Zauns. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage zerstört. 1956 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen und 1959 wiedereröffnet. (Eva Krämer)

Im Göttinger Stadtwald soll nun ein neuer Lehr- und Erlebnispfad entstehen. Forstarbeiten sollen ein sicheres Wandern im Göttinger Stadtwald zukünftig sicherstellen.

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