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Forscher entdecken erhöhte Aktivität der Sonne - Auswirkungen auf Erde?

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Von: Andreas Arens

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Forscher aus Göttingen beobachten, dass die Sonne in einen neuen Aktivitätszyklus eingetreten ist. Das könnte auch Folgen für unsere Erde haben.

Göttingen/Houston – Die Sonne ist Wissenschaftlern des Göttinger Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) zufolge in einen neuen Zyklus ihrer Aktivität eingetreten. Damit werden über die kommenden Jahre wieder mehr Sonnenflecken und Eruptionen erwartet. Allerdings dürfte sich Sonnenzyklus 25 „ähnlich schlapp“ zeigen wie der Zyklus zuvor, teilte das MPS mit.

Max-Planck-Institut in Göttingen sieht erhöhte Aktivität der Sonne

In den vergangenen anderthalb Jahren war auf der Sonne nicht viel los: Kaum ein Sonnenfleck bedeckte ihre Oberfläche, kaum eine Sonneneruption schleuderte Strahlung und Teilchen ins All. Aktuelle Beobachtungsdaten zeigen laut Göttinger MPS aber nun, dass der Fixstern langsam wieder Fahrt aufnimmt. Diese Daten bestätigten Vorhersagen des Solar Cycle 25 Prediction Panel, eines Expertengremiums der Weltraumbehörde NASA und der amerikanischen Ozean- und Atmosphärenbehörde NOAA vom März 2019.

Zu dem internationalen Gremium, das seit 30 Jahren versucht, die Sonnenaktivität der kommenden Jahre prognostiziert, gehört auch Dr. Robert Cameron vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen. Die Vorhersage sei bei dem eigenartigen Zusammenspiel aus Verlässlichkeit und Launenhaftigkeit der Sonne jedoch nicht immer ganz einfach, so das MPS.

Wie in diesen UV-Aufnahmen zu sehen ist, zeigt sich die Atmosphäre der Sonne im Aktivitätsminimum (links, Dezember 2019) von ihrer eintönigen Seite, im Aktivitätsmaximum (rechts, April 2014) als wahres Feuerwerk.
Wie in diesen UV-Aufnahmen zu sehen ist, zeigt sich die Atmosphäre der Sonne im Aktivitätsminimum (links, Dezember 2019) von ihrer eintönigen Seite, im Aktivitätsmaximum (rechts, April 2014) als wahres Feuerwerk. © NASA/SDO/Joy Ng/nh

Forscher aus Göttingen: Sorgt erhöhte Aktivität der Sonne für technische Ausfälle?

Das Minimum der Sonnen-Aktivität ist laut Mitteilung der Forscher aus Göttingen im Dezember 2019 durchschritten worden. In dem etwa elf Jahre dauernden neuen Zyklus – der 25. Sonnenzyklus seit Beginn der verlässlichen Sonnenbeobachtung – werden die stärksten Aktivitäten demzufolge für die Zeit zwischen November 2024 und März 2026 erwartet.

Was auf der Oberfläche der Sonne geschieht, hat auch Auswirkungen auf die Erde. „In Phasen hoher Aktivität können sich heftige Teilchen- und Strahlungsausbrüche von der Sonne auch auf der Erde bemerkbar machen“, sagt MPS-Wissenschaftler Robert Cameron. Im schlimmsten Fall lassen die Sonnenstürme technische Systeme ausfallen, zum Beispiel Satelliten. Auch Astronauten können zu Schaden kommen.

Göttingen: Vorhersagen zur Aktvität der Sonne werden immer genauer

Die Forscher Solar Cycle 25 Prediction Panel und das Max-Planck-Institut in Göttingen werten es als Erfolg, dass die Vorhersagen über die Jahre genauer geworden seien. Sie hatten im Frühjahr 2019 das Aktivitätsminimum für Oktober oder November vorausgesagt, wie NASA und NOAA mitteilten. Erwartet wird, dass der 25. Zyklus über elf Jahre ähnlich milde verläuft wie sein Vorgänger.

Bereits seit den 1980er Jahren verzeichnet die Stärke der Zyklen der Sonne einen deutlichen Abwärtstrend, wie aus der Mitteilung des MPS hervorgeht. „Die aktuelle Phase geringer Sonnenaktivität im Vergleich zu den starken Zyklen, die während des Großteils des vergangenen halben Jahrhunderts vorherrschten, setzt sich in den nächsten elf Jahren offenbar fort“, sagt Cameron. (Andreas Arens mit dpa)

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