Neues Basketball-Zentrum für Göttingen

Brache wird bebaut: Auf der Fläche der ehemaligen Godehard-Sporthalle, rechts neben der großen Sparkassen-Arena am Schützenplatz wird das Basketball-Zentrum entstehen, es soll 3,5 Millionen Euro kosten, zur Saison 2016/17 fertig sein und dann von der BG Göttingen betrieben werden. Vorne die Godehardstraße. Luftbild : Rampfel

Göttingen. Die Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GöSF) wird neben der Spielstätte Sparkassen-Arena ein Basketball-Trainingszentrum bauen: Der GöSF-Aufsichtsrat hat dafür mit großer Mehrheit Grünes Licht gegeben. Die Halle soll im Herbst 2016 fertig und somit zum Saisonstart 2016/17 bespielbar sein.

Der Neubau einer Halle, die auch die Geschäftsstelle des Bundesligisten BG Göttingen und eine Physiotherapie-Praxis beherbergen soll, wird laut GöSF, eines Tochterunternehmens der Stadt, 3,5 Millionen Euro kosten und auf der Fläche entstehen, wo bis vor zwei Jahren die legendäre Godehard-Sporthalle stand, in der Göttinger Basketballer, damals vom ASC, deutsche Meisterschaften gefeiert hatten.

Notwendig wird das Projekt, weil die Deutschen Basketball Bundesliga (BBL) von den Erstligisten als Lizentbedingung unter anderem fordert, ab der Saison 2016/17 ein Trainingzentrum vorzuhalten. Wenn nicht, kann die Spielberechtigung für die Bundesliga nicht erteilt werden.

In der Halle wird es zwei wettkampftaugliche Spielfelder geben, auf denen zeitgleich zwei Teams trainieren können. Dazu kommen ein Fitness-Center und Schulungsräume.

Betreiber wird die Göttinger Pro Basketball GmbH sein, sie wird die Halle von der GöSF anmieten und dann in Eigenregie betreiben.

Im Vorfeld der Entscheidung hatte es auf der politischen Ebene auch kritische Stimmen gegeben: So lehnte die Stadtratsfraktion „Die Linke“ das Vorhaben ab, weil die Investition nicht dem Breitensport diene. Auch die Frage wurde aufgeworfen, was nach einer Insolvenz der BG-Basketballbundesligaabteilung aus der Halle würde.

Die Fraktionen von SPD, CDU/FDP und Grünen hatten sich für den Bau des Basketballzentrums ausgesprochen. Eine Fürsprecher gab es auch in Person von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, so auch in der jüngsten Sportausschusssitzung.

Durch den Neubau werden auch mehr als 80 Hallenstunden frei für andere Nutzer. Das ermögliche auch anderen Vereinen und Mannschaften, so der 1. Damen-Zweitligamannschaft der BG 74, neue Entwicklungsmöglichkeiten, heißt es in einer Stellungnahme der GöSF von Montag.

Bei der BG Göttingen ist die Freude über die Bauankündigung groß, wie Geschäftsführer Frank Meinertshagen sagt. Damit würde nicht nur die Auflage der BBL erfüllt, sondern auch die Weiterentwicklung des Basketballstandorts Göttingen gefördert. „Insbesondere der Jugendbereich wird von den neuen Trainingsmöglichkeiten profitieren“, glaubt Meinertshagen, der früher in der zweiten Liga für die BG auf Korbjagd gegangen war.

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