Forschungslabor

Neues Chemie-Institut in Göttingen: Forschen mit nachhaltigen Ressourcen

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Neuer Anbau: Das Friedrich-Wöhler-Institut gehört zur Fakultät für Chemie an der Georg-August-Universität Göttingen.

Für die Forschung zum Thema Nachhaltige Chemie entstand am Nordcampus in Göttingen eine neue Einrichtung - das Friedrich-Wöhler-Institut.

In Noppenfolie eingepackte Wasserhähne, steril wirkende Waschbecken und fleckenfreie weiße Wände – noch sind die Räume im neuen Friedrich-Wöhler-Institut für Nachhaltige Chemie auf dem Nordcampus ungenutzt. Nicht nur das Institut ist neu, sondern auch der Anbau der Göttinger Fakultät für Chemie.

Als Dekan Franc Meyer, Prof. Lutz Ackermann, Hauptinitiator des Forschungsinstituts und Prof. Norbert Lossau, Vizepräsident für Infrastruktur an der Göttinger Uni, symbolisch ein Band durchschnitten, eröffneten sie das neue Institut. Bis dort fächerübergreifende Arbeitsgruppen mit ihren Versuchen wichtige Forschungserkenntnisse gewinnen, dauert es allerdings noch etwas. Denn erst Ende des Jahres werden die Labor- Mess-, Seminar- und Büroräume laut Ackermann vollständig eingerichtet und bezugsfertig sein.

Eröffneten das neue Forschungsinstitut auf dem Nordcampus (von links): Dekan Franc Meyer, Prof. Lutz Ackermann und Prof. Norbert Lossau, Vizepräsident für Infrastruktur an der Uni. 

1,2 Millionen Euro werden in das auf einer Fläche von 300 Quadratmetern angesiedelte Institut investiert, sagt Isabelle Trzeciok von der Fakultät für Chemie.

Es soll das Zuhause für Forschungen zum Thema Nachhaltige Chemie sein. Zu ihnen gehört beispielsweise die Entwicklung von chemischen Verbindungen für den Pflanzenschutz. Aber auch an Anti-Krebsmitteln und Anti-Malaria-Wirkstoffen wird geforscht. Im Kampf gegen die von Stechmücken übertragene Infektionskrankheit arbeitet die Nachhaltige Chemie laut Ackermann in Göttingen mit Partnern in Erlangen, Singapur und Brasilien zusammen. Von den im Friedrich-Wöhler-Institut gewonnenen Erkenntnissen profitieren unterschiedliche akademische Gruppen sowie die Industrie. Die Nachhaltige Chemie greift auf erneuerbare Ressourcen zurück und fördert so den Umwelt- und Gesundheitsschutz.

Weitere Infos gibt es hier.

Auszeichnung für altes Laboratorium

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker hat das alte chemische Laboratorium an der Hospitalstraße, das sogenannte Wöhler-Haus, als „Historische Stätte der Chemie“ ausgezeichnet. 

Das Gebäude wurde zwischen 1782 und 1783 als chemisches Laboratorium und Wohnhaus des damaligen Institutsdirektors Johann Friedrich Gmelin errichtet. Es zählt zu den ersten noch erhaltenen derartigen Gebäuden in Deutschland und war Forschungsstätte mehrerer Generationen herausragender Wissenschaftler. Einer von ihnen war Friedrich Wöhler (1800 bis 1882) – ab 1836 für 45 Jahre an der Uni Göttingen.

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