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Neues Gesicht für die Groner-Tor-Straße in Göttingen

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Von: Per Schröter

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Die Groner-Tor-Straße: Das westliche Eingangsbereich zur Göttinger Innenstadt soll deutlich aufgewertet werden. In diesem Bereich soll die „Allee-Variante“ umgesetzt werden.
Die Groner-Tor-Straße: Das westliche Eingangsbereich zur Göttinger Innenstadt soll deutlich aufgewertet werden. In diesem Bereich soll die „Allee-Variante“ umgesetzt werden. © Per Schröter

Die Groner-Tor-Straße in Göttingen soll umgestaltet werden. Über das Projekt informieren Planer und Stadtverwaltung Anwohner und Interessierte.

Göttingen – Als letzte große Straßenbaumaßnahme im Göttinger Sanierungsgebiet „Südliche Innenstadt“ soll die Groner-Tor-Straße in den kommenden beiden Jahren neu gestaltet werden. Am Samstag konnten sich interessierte Bürger über die geplanten Arbeiten vor Ort informieren.

Die Groner-Tor-Straße ist eine wichtige Zufahrtsstraße zur Göttinger Innenstadt. Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen zum Sanierungsgebiet „Südliche Innenstadt“ wurde festgestellt, dass in der Straße die Oberflächen von Fahrbahn und Gehwegen erneuerungsbedürftig sind. Außerdem fehlt dort laut Gutachten ein einheitliches Gestaltungskonzept, auch für Elemente wie Beleuchtung, Fahrradabstellanlagen, Sitzmöbel und Abfalleimer. Um diese strukturellen und funktionalen Missstände zu beheben, soll die Groner-Tor-Straße komplett neu gestaltet werden.

„Es geht vor allem darum, eine attraktive Empfangssituation für die Innenstadt zu schaffen“, sagt Martina Welslau vom Fachdienst Stadt- und Verkehrsplanung der Göttinger Stadtverwaltung, die am Samstag zusammen mit zwei Mitarbeitern des Planungsbüros Pesch und Partner die Pläne an einem Infostand vorstellte. „Dazu zählt eine fußgängerbezogene Gestaltung des Straßenraumes, die Stärkung des Sicherheitsempfindens, das Herstellen einer angemessenen Straßenraumbreite sowie die Umgestaltung des Kauschietenplanes“, so Welslau.

Nachdem sich die zuständigen städtischen Gremien ausgiebig mit dem Thema befasst haben, wurde für die Groner-Tor-Straße die „Allee-Variante“ und für den Kauschietenplan die „Variante mit Bauminseln“ vorgesehen. „Diese beiden Varianten waren im Oktober 2020 auch von den Bürgern bei einer Online-Beteiligung favorisiert worden“, berichtete Martina Welslau.

Die „Allee-Variante“ sehe vor, ergänzend zu den bereits vorhandenen Bäumen beidseitig der Fahrbahn weitere Bäume zu pflanzen, die Wallquerung durch Prägeasphalt im Bereich der Fahrbahn optisch hervorzuheben und breitere Gehwege auf beiden Straßenseiten zu schaffen. Eine Abbiegespur zum Parkhaus soll bei dieser Variante ebenso bestehen bleiben wie die meisten Parkplätze auf der südlichen Seite der Straße.

Fachkundig: Am Infostand der Stadt Göttingen erläuterte Planerin Jacqueline Thate (links) die Pläne für die Neugestaltung der Groner-Tor-Straße.
Fachkundig: Am Infostand der Stadt Göttingen erläuterte Planerin Jacqueline Thate (links) die Pläne für die Neugestaltung der Groner-Tor-Straße. © Per Schröter

Auf dem gegenüber dem Parkhaus gelegenen Kauschietenplan, der aktuell als Parkplatz genutzt wird, soll ein attraktiver Platz mit großen Bauminseln entstehen. „Dort wird der aktuelle Baumbestand ergänzt und weitere Bepflanzungen sollen hinzukommen“, sagte Planerin Jacqueline Thate. Anlieger könnten den Platz weiterhin umfahren. „Stadteinwärts soll die aktuelle Raumaufteilung der Groner-Tor-Straße beibehalten werden“, machte Thate bei der Vorstellung der Pläne deutlich. Fahrbahn- und Gehwegbereiche sollen allerdings klarer getrennt werden.

„Der Infostand war heute den ganzen Tag über gut besucht und die Pläne wurden von den meisten generell auch für gut befunden“, freute sich Martina Welslau. Probleme sähen vor allem die Gewerbetreibenden in der Abschaffung der Parkplätze auf dem Kauschietenplan. „Außerdem gibt es die Befürchtung, dass dort ein Treffpunkt entstehen könnte, der nachts für Lärm sorgen könnte.“ Diese Befürchtungen seien jedoch unbegründet. „Es wird auch künftig auf dem Kauschietenplan keine Sitzmöglichkeiten geben und daher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Menschen dort längere Zeit aufhalten, eher sehr gering“, so Welslau. (Per Schröter)

Von Per Schröter

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