Neues Göttinger Bildungzentrum bietet Chancen für Flüchtlinge

Jetzt geht es los: Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (links) und Beschäftigungsförderungs-Vorstand Dietmar Linne enthüllten das Schild des neuen Bildungszentrums für Flüchtlinge. Foto: Schröter

Göttingen. Flüchtlinge schnell auf eigene Füße stellen und in den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integrieren lautet das Ziel des neuen Bildungszentrums für Flüchtlinge der Stadt Göttingen (BiF), das am Donnerstag eröffnet wurde.

Das BiF fasst erstmals alle sprach- und berufsbezogenen Qualifizierungsangebote der Beschäftigungsförderung Göttingen (BfGoe) und des Beratungsnetzwerkes „FairBleib“ zentral unter einem Dach zusammen. „Ziel ist es, Flüchtlinge und Asylbewerber zügig Ausbildung, Studium oder Arbeit zu ermöglichen“, sagte BFGoe-Vorstand Dietmar Linne. Dazu würden die Teilnehmer in berufsbezogenen Kursen nach ihren individuellen Voraussetzungen beraten, gefördert und in Praktika vermittelt. „Über 100 Unternehmen der Region stellen hierfür inzwischen Praktikumsplätze zur Verfügung“, lobte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler.

Aktuell sind 80 Flüchtlinge in den verschiedenen Kursen angemeldet. Nach Fertigstellung der letzten Räume können dann auf 800 Quadratmetern Fläche im Gebäude der Alten Phywe in der Levinstraße bis zu 150 Personen gleichzeitig gefördert werden.

„Wenn wir es mit dem Willkommen in Göttingen Ernst meinen, gehört sprachliche und berufliche Qualifizierung dazu“, betonte Köhler. Nicht zuletzt deshalb hätten Stadt und Beschäftigungsförderung „erhebliche Mittel in die Hand genommen, um diese Art der Förderung zu verbessern“. Dabei sei es ihm „völlig unverständlich, dass eine derartige Finanzierungslücke klaffe“, die dann von den Kommunen gestopft werden müsse.

Thema Integration

„Arbeit ist ein hoher Integrationsfaktor“, sagte Köhler weiter. Die beim BiF angebotenen Kurse stellten einen ersten Schritt zu beruflicher Integration dar. „Außerdem muss es nicht nur unser menschliches, sondern auch unser ökonomischen Ziel sein, Flüchtlinge so schnell wie möglich in Arbeit zu bringen“, so der Oberbürgermeister.

„Mit dem BiF stellen wir den Zugriff auf alle örtlichen Projekte sicher und tragen so zur rascheren Integration in den Arbeitsmarkt bei“, sagte Dietmar Linne. „Und davon haben alle etwas.“ (per)

Kontakt: Beschäftigungsförderung Göttingen, Bürgerstraße 48, 37073 Göttingen, Tel. 0551/ 400-2889, E-Mail: info@bfgoe.de, Internet www.bfgoe.de

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