Gebäude ist 200.000 Euro billiger 

Ortsfeuerwehr Weende hat eine neue Heimat - die ist überraschend günstig

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Rolf-Georg Köhler (links) und Hans-Albert Ludolph überreichten Ortsbrandmeister Andreas Eichner zur Einweihung des neuen Feuerwehrhauses symbolisch einen Schlüssel.

Das neue Haus der Freiwilligen Feuerwehr Weende in Göttingen ist eingeweiht. Die Kosten belaufen sich auf 1,66 Millionen Euro – 200 000 Euro unter dem veranschlagten Preis.

Das Haus an der Ecke Ernst-Fahlbusch-Straße/James-Franck-Ring hat eine große Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen für das Löschgruppenfahrzeug 10/6, das Tanklöschfahrzeug 3000 und einen MTW, ein Lager, eine Werkstatt und einen Trockenraum. 

Den 50 Aktiven, neun Jugendfeuerwehr- und zwölf Kinderfeuerwehrmitgliedern stehen ein großer Unterrichtsraum sowie ein Zimmer für die Kinder- und Jugendfeuerwehr, eine Küche, Büros, Technikräume und Frauen- und Herrenumkleiden, jeweils mit Dusche, zur Verfügung.

Im alten Feuerwehrhaus war zu wenig Platz 

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler erinnerte daran, dass das alte Feuerwehrhaus Am Weendespring 1934 aus Abbruchholz der ehemaligen Brauerei erbaut wurde und seitdem fast unverändert geblieben war. Anfang der 2000er Jahre wurde klar, dass ein neues Feuerwehrhaus benötigt wird. 

Das alte Gebäude war energetisch nicht mehr akzeptabel, der Platzbedarf nicht ausreichend, eine Abgasabsauganlage fehlte, Brandabschnitte waren nicht vorhanden, Höhe und Breite der Halle und der Tore waren nicht mehr ausreichend.

Vor dem Baubeginn an der jetzigen Stelle wurden auch andere Standorte für einen Neubau geprüft, so auf dem ehemaligen Huhtamaki-Areal und dem alten Platz Am Weendespring, die jedoch beide aus diversen Gründen ausschieden.

Systemhaus mit Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten

Für die Zukunft wirbt der Oberbürgermeister für System-Feuerwehrhäuser. „Das bedeutet, ein System aufzubauen, welches jeweils örtlich angepasst werden kann, ohne jedes mal eine Neubauplanung zu machen“, sagte Köhler. 

Blick in den Werkstattraum des neuen Feuerwehrhauses der Ortsfeuerfeuer Weende.

Wichtiger als das Aussehen seien die Funktionalität und der Inhalt. „Hier in Weende sind wir mit diesem Konzept auf einem guten Weg, der ein Beispiel für andere Ortsteile sein kann.“

Stolz verkündete der OB die Baukosten. Die veranschlagten Kosten hatten bei 1,86 Millionen Euro gelegen, abgerechnet wurden 1,66 Millionen Euro. „Es ist das erste Mal in meiner Amtszeit, dass ich verkünden darf, dass etwas billiger geworden ist“, sagte Köhler.

Der Umzug ins neue Haus hat reibungslos funktioniert

Ortsbrandmeister Andreas Eichner sagte, dass sowohl im alten als auch im neuen Feuerwehrhaus noch einiges an Arbeit anstehe. 

Aber: Der Umzug habe reibungslos geklappt, und das mit eigenen Mitteln in ehrenamtlicher Arbeit, was von großem Applaus der anwesenden Gäste, darunter Politik und Verwaltung sowie Abordnungen anderer Feuerwehren, gewürdigt wurde.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, der Erste Stadtrat Christian Schmetz und Weendes Ortsbürgermeister Hans-Albert Ludolph überreichten noch symbolisch einen Schlüssel. 

Von anderen Gästen gab es viele Geschenke und den Wunsch, immer unfallfrei von Einsätzen zurückzukehren.

Nun passt auch das Tanklöschfahrzeug hinein

Anfang 2018 hatte die Ortsfeuerwehr Weende ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF 3000) im Wert von 351 000 Euro erhalten. Es musste bis zur Fertigstellung des Feuerwehrhauses bei der Berufsfeuerwehr untergestellt werden, weil es nicht in die alte Fahrzeughalle passte. 

Das neue Fahrzeug verfügt über einen 3000 Liter fassenden Wassertank mit Schnellangriffseinrichtung, einen 200 Liter-Schaummitteltank mit eingebautem Turbozumischer sowie eine 250 Kilogramm-Pulverlöschanlage, ebenfalls mit einem Schnellangriff. 

Besonderheiten sind die Gruppenkabine für neun Feuerwehrleute, eine Rückfahrkamera, eine Turbo-Tauchpumpe und Gerätschaften zur Waldbrandbekämpfung. Eine Umfeldbeleuchtung, ein Lichtmast mit LED-Scheinwerfern und ein Metallbrand- und Kohlendioxidlöscher komplettieren die Ausrüstung.

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