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Hörspielproduktion: Londoner Gangster in Göttingen

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Von: Michael Caspar

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Profi-Sprecher: Alexis Kara (links), bekannt aus der „Heute-Show“ und Jan Reinartz (Junges Theater) bei Hörspielaufnahmen in Göttingen. Sven Schreivogel produziert das Edgar-Wallace-Stück „Gangster in London“.
Profi-Sprecher: Alexis Kara (links), bekannt aus der „Heute-Show“ und Jan Reinartz (Junges Theater) bei Hörspielaufnahmen in Göttingen. Sven Schreivogel produziert das Edgar-Wallace-Stück „Gangster in London“. © Michael Caspar

In Göttingen entsteht ein neues Krimi-Hörspiel. Im Mittelpunkt der Audioproduktion stehen zwei Verbrecherbanden. Mit dabei ist auch ein TV-Star.

Göttingen – Wer kennt sie nicht, die Edgar-Wallace-Filme wie der „Grüne Bogenschütze“ und „Der Hexer“? Sie alle liefen noch in schwarz-weiß über den Bildschirm. Doch es gibt auch Wallace-Fälle als Hörspiele. Produziert werden sie auch vom Neu-Eichenberger Regisseur Sven Schreivogel – gerade wieder in Göttingen.

„Gangster in London“ heißt die Story. Mit dabei als Sprecher sind die Göttinger Schauspieler Alexis Kara (bekannt aus „Heute-Show“) und Jan Reinartz vom Jungen Theater (JT).

Neues Hörspiel aus Göttingen: Auch Heute-Show-Star ist mit dabei

Zwei Verbrecherbanden aus Chicago treiben in der britischen Hauptstadt ihr Unwesen, gejagt von Scotland-Yard-Detektiven und einem Kollegen aus den USA. Von einem „tempo- und actionreichen Thriller“ spricht Schreivogel.

Der 1932 erschienene Gangster-Roman war eines der letzten Werke des produktiven Wallace. Der Engländer brachte seine Krimis teilweise innerhalb von drei Tagen zu Papier. So konnte er während seiner 56 Lebensjahre 175 Bücher und 15 Theaterstücke veröffentlichen.

Neues Hörspiel aus Göttingen: Hauptrolle für Schauspieler und Comedian Alexis Kara

„Sagenhaft“, kommentiert das Jan Reinartz. Der Sprecher, der seit sieben Jahren mit Schreivogel zusammenarbeitet, war bereits bei früheren Wallace-Hörspielproduktionen dabei. Diesmal übernimmt der JT-Schauspieler erstmals eine Hauptrolle.

Seine Premiere in einer Schreivogel-Produktion hat der Schauspieler und Comedian Alexis Kara, der seit 2011 auch als „Dennis Knossalla“ in Oliver Welkes ZDF-Satiresendung „Heute-Show“ zu erleben ist.

Für die Produktion kamen die beiden Göttinger in Thomas Körbers Tonstudio Sound-Design an der Hannoverschen Straße zusammen. Über die „Technik und Know-how wie in den großen Synchronstudios“, freut sich Jan Reinartz.

Neues Hörspiel aus Göttingen: Musik und Geräusche

In Hamburg und Berlin nimmt Schreivogel andere Teile des Hörspiels auf, die dann am Rechner zusammengeschnitten werden. „Es ist natürlich viel schöner, wenn die Sprecher gemeinsam in Studio sind und sich wie auf einer Theaterbühne anspielen können“, sagt der Regisseur.

Oft lässt sich der gemeinsame Studioaufenthalt aber wegen voller Terminkalender und weiter Wege nicht umsetzen. Kara und Reinartz sprachen daher auch gleich zwei kleine Rollen für eine neue Geisterstunde-Folge ein.

Es handelt sich um die Hörspielumsetzung von Schreivogels Filmstoff „Der Seelenspiegel“. An dieser Produktion wirkt auch der 92-Jahre alte Autor und Schauspieler Jörg von Liebenfelß mit – ebenfalls aus Göttingen.

Neues Hörspiel aus Göttingen: Weiterführung von begonnenen Reihen

Neben den beiden Produktionen sitzt Sven Schreivogel noch an einem weiteren Wallace-Stück, seinem sechsten, sowie an drei Gordon-Black-Hörspielen. Er arbeitet seit zwei Jahren für die Hamburger Produzentin Annett Schwichtenberg, der er seinen Verlag, Saphir Tonart, verkauft hat.

Für sie führt er jetzt die von ihm begonnenen Reihen weiter. „Heute werden Hörspiele überwiegend als digitale Dateien über das Internet verkauft und kaum mehr als CD gepresst“, schildert Schreivogel. Diese Vertriebsschiene beherrsche Annett Schwichtenberg viel besser als er selbst.

Die Manuskripte zu den aktuellen Hörspielproduktionen stammen aus der Feder des Göttinger Autors Florian Hilleberg. Der verfasst auch Heftromane für die John-Sinclair-Reihe. (Michael Caspar)

Immer wieder sind Göttingen und Menschen aus der Unistadt in diversen Medien vertreten. So ist in dem ZDF-Magazin „Volle Kanne“ ein Beitrag über Göttingen zu sehen. Die Göttinger Tanzschule Krebs war Ende Juni 2022 live im ZDF-Fernsehgarten mit dabei.

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