Premiere am kommenden Samstag

Neues JT-Musikstück: Auf der wilden Seite des Lebens

Die Schauspieler des Jungen Theaters Göttingen proben für ihre Musikshow in den Räumen der ehemaligen Voigt-Schule. Von links Andreas Krüger, Katharina Brehl, Jens Tramsen und Jan Reinartz. Foto: katharina ahnefeld

Musikstücke haben im JT Tradition und sind Kassenschlager: Am kommenden Samstag hat "Wild Thing" Premiere. Ein Vorbericht.

Ich bin, wer ich bin – und das ist gut so. In der sechsten Musikshow des Jungen Theaters Göttingen geht das Ensemble mit den Zuschauern auf einen wilden Ritt durch die Welt der Nachtklubs und Freaks. Den Rock’n Roll-Abend inszeniert die freischaffende Regisseurin Michaela Dicu, unter der musikalischen Leitung von Fred Kerkmann.

Mut zum freien Leben

Der Mut frei und wild zu leben, fasziniert und erschreckt die Menschen seit jeher. Weckt Sehnsüchte. Auch wenn Michaela Dicu bewusst keine politische Veranstaltung inszeniert, werden die vielen Facetten des Menschseins gefeiert. Die Botschaft erschließt sich durch die Lieder und die Bühnenshow. Die Offenheit der Performance. Als „positiv konnotierte Freak-Show“ beschreibt es Dicu, bei der gewohnte Bilder und Eindrücke aufgebrochen werden.

Geschlechter-Stereotype

Mann, Frau, Mensch? Geschlechtsspezifische Stereotype werden laut dem musikalischen Leiter Fred Kerkmann bewusst nicht reproduziert, sondern ins Gegenteil umgewandelt. Das bislang nur von Frauen lasziv interpretierte Lied Teach me Tiger von April Stevens wird dabei von einem männlichen Schauspieler gesungen.

Spannend für Schauspieler

Auch für die Schauspieler ist die Musikshow etwas Besonderes. Statt Texte werden Liedtexte einstudiert und passende Choreografien geübt. Ariane Mihm hat in der Vorbereitung stimmlich mit den Schauspielern gearbeitet. Die Bandbreite sei groß, von Rockröhre bis Soulstimme, sagt Dicu. Jeder Schauspieler bringe dabei seine eigene Art in die Show mit ein und füge den Liedern eine persönliche Note hinzu.

Die Band

Das Ensemble trifft auf die fünfköpfige Band und wird rocken, das ist das Ziel des Abends. Und wenn die Zuschauer am Ende stehen und mitsingen, umso besser, sagt Michaela Dicu. In dem improvisierten Theater im ehemaligen Gebäude der Voigt-Schule sind die Zuschauer ganz nah an den Künstlern dran. Eine richtige Rock’n Roll Show eben, mit Schweiß und Tränen.

Auch Hits dabei

Das Publikum könne sich auch auf Hits mit einem hohen Wiedererkennungswert freuen, sagt Dicu. Aber ebenfalls auf ungewöhnlich interpretierte Lieder. Fred Kerkmann hat dabei tief in die Epochenkiste gegriffen und verschiedene Schätze aus den 40er Jahren bis 2019 ausgegraben. Die Botschaft des Jungen Theaters ist klar: Take a walk on the wild side, in eine Welt, in der Menschen sich trauen so zu sein, wie sie sind und das auch ausleben.

Für die Premiere am Samstag gibt es nur noch Restkarten an der Theaterkasse.

Die Termine

18. und 25. Januar, 1 und 14. Februar, 7., 13. und 28. März, 9. und 24. April, 30. Mai, 5. und 19. Juni und 3. Juli, jeweils um 20 Uhr. Restkarten für die Premiere und alle anderen Tickets sind erhältlich an der Theaterkasse des Jungen Theaters, Bürgerstraße 15, telefonisch unter 0551/495015 oder per E-Mail an kasse@junges-theater.de

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