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Neues Leben im Sägezahn-Gebäude an Weender Straße in Göttingen

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Von: Bernd Schlegel

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Das Sägezahn-Gebäude in Göttingen: Das Innere des Gothaer Hauses an der Weender Straße wurde bereits entkernt. In Kürze gehen die Arbeiten weiter. Dazu wird ein Kran aufgestellt.
Das Sägezahn-Gebäude in Göttingen: Das Innere des Gothaer Hauses an der Weender Straße wurde bereits entkernt. In Kürze gehen die Arbeiten weiter. Dazu wird ein Kran aufgestellt. © Thomas Kopietz

Der Bauausschuss der Stadt Göttingen hat sich mit dem Sägezahn-Gebäude an der Weender Straße befasst. Die Arbeiten dort gehen in Kürze weiter.

Göttingen – Die Sanierung des riesigen Wohn- und Geschäftsgebäudes an der Ecke Weender Straße/Jüdenstraße in Göttingen, im Volksmund Sägezahn genannt, hat begonnen. Das Projekt, das das Erscheinungsbild im Norden der Haupteinkaufsstraße verändern wird, wurde jetzt im Bauausschuss vorgestellt.

Ursprünglich wollte ein Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen das „Gothaer Haus“ entwickeln. Doch aus den Plänen wurde nicht. Im vergangenen Jahr ging der Gebäudekomplex, der gegenüber dem Einkaufszentrum Carré zu finden ist, an die Getec-Gruppe aus Hannover, ein familiengeführtes Unternehmen mit dem Fokus auf Wohn- und Gewerbeimmobilien.

Nächste Phase beginnt in Kürze

Bereits im Herbst vergangenen Jahres wurde der Komplex innen weitgehend entkernt. In Kürze beginnt die nächste Phase der Bauarbeiten, die mindestens anderthalb Jahre dauert. Damit die Außenfassade erneuert werden kann, soll ein Kran aufgestellt werden. Deshalb müssen auch die Bushaltestellen in diesem Bereich ein Stück nach verlegt werden.

In den Obergeschossen des Sägezahn-Gebäudes werden insgesamt 77 vor allem kleine Wohnungen entstehen. Vorgesehen sind Ein-, Anderthalb-, Zwei- sowie Drei-Zimmer-Wohnungen. Mit Blick auf die Lage in Uni-Nähe dürften diese insbesondere für Studenten interessant sein. Allerdings dürften die künftigen Miethöhen nicht ganz günstig ausfallen, wurde im Bauausschuss deutlich. Die Höhe hängt auch von der weiteren Entwicklung der Baukosten ab.

Supermarkt soll im Erdgeschoss einziehen

Im Erdgeschoss des Gebäudekomplexes soll nach der Fertigstellung der Sanierung ein Supermarkt einziehen. Dafür entstehen zwei größere Schaufensterfronten zur Weender Straße und zur Jüdenstraße hin. Im Kellergeschoss sind Parkplätze für Bewohner sowie Nebenräume für den Supermarkt vorgesehen.

Die künftige Fassade wird in einigen Bereichen begrünt. Außerdem erfolgt eine energetische Sanierung des gesamten Gebäudes, um die Betriebskosten zu senken. Auf dem Dach soll eine Photovoltaik-Anlage entstehen. Dort werden auch Wärmepumpen installiert, um den Verbrauch an Fernwärme zu reduzieren und damit die Energiebilanz insgesamt deutlich zu verbessern.

Look lobt Projekt an „gute Transformation“

Göttingens Bau- und Umweltdezernent Frithjof Look lobte das Projekt als eine gute Transformation, bei der das Grundgerüst des Gebäudes erhalten bleibe. Außerdem hob die teilweise Begrünung der Außenfassade als positiv hervor. Außerdem zeige dieses Beispiel, dass man auch in einen Bereich, in dem Planungsrecht bereits besteht, gute Projekte umsetzen könne. (Bernd Schlegel)

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