Spannendes Angebot

Neues Programm: Spitzen-Literaten im Winter in Göttingen

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Feste Einrichtung in Göttingens Kulturlandschaft: Das Literarische Zentrum an der Düsteren Straße.

Göttingen. Das Literarische Zentrum Göttingen hat sein Winterprogramm begonnen und dabei wieder herausragende Autorinnen und Autoren verpflichten können.

Hier die weiteren Termine in der Zusammenfassung.

Als Favorit für den Deutschen Buchpreis 2018 wurde eigentlich er gehandelt – und hätte ihn fraglos verdient gehabt: María Cecilia Barbetta. Im Gespräch mit HR-Redakteur Ulrich Sonnenschein wird sie am Freitag, 14. Dezember, ihren neuen Roman „Nachtleuchten“ ab 20 Uhr im Literarischen Zentrum vorstellen. Eintritt:

Weiter geht es im Neuen jahr: „Das Sprechen und Nachdenken über den Osten ist im Rest des Landes seit Pegida und AfD wieder konzentrierter und nachdenklicher geworden“ sagt Jana Hensel. Mit dem Soziologen Wolfgang Engler hat sie das Buch „Wer wir sind – die Erfahrung, ostdeutsch zu sein“, vorgelegt. Nach vielen Terminen in Ostdeutschland setzen sie in Göttingen ihr Gespräch erstmalig im Rest des Landes fort, am Montag, 14. Januar, ab 20 Uhr im Literarischen Zentrum.

17 war sie, als sie wegen ihres Debüts Axolotl Roadkill als Wunderkind gefeiert wurde und gescholten: „Mit ihrem brillanten dritten Roman zeigt Helene Hegemann, wie ein emanzipierter, feministischer Stil überkommene Stereotype aufbrechen kann“, urteilt Miriam Kid, Volontärin beim Deutschlandfunk. Sie wird mit Hegemann über „Bungalow“ sprechen, am Freitag, 18. Januar, im Literarischen Zentrum.

In die größere Aula am Wilhelmsplatz geht es dann am Montag und Dienstag, 30. und 31. Januar, wenn Monika Rinck dort zu Gast ist. „Hat es am Ende irgendetwas zu sagen?" fragt Monika Rinck über das Gedicht. Ja, hat es! Die Lichtenberg-Poetikdozentin ist eine der renommiertesten Gegenwartslyrikerinnen. Sie hält zwei Vorlesungen über Lyrik zwischen Fiction und Non-Fiction. Am ersten Abend hält Christoph Metz eine Laudatio auf Rinck, am zweiten lädt das Literarische Zentrum hinterher zu einem Weinempfang.

Lokalkolorit gibt es Donnerstag, 7. Februar, mit Nather Henafe Alali. Denn der ist Neu-Göttinger und wartete jahrelang auf die Möglichkeit, sein in Syrien abgebrochenes Studium fortzusetzen, was er nun in Göttingen tut. Währenddessen war er nicht nur Spiegel-Kolumnist, sondern schrieb ein emotionales und klug komponiertes Debüt „Raum ohne Fenster“. Das Buch wird er mit Insa Wilke vorstellen.

Um ein brisantes und noch immer nicht beendetes Thema geht es am Freitag, 8. Februar, wenn Tanjev Schultz sein Buch „Der NSU-Prozess“ vorstellen wird. Er war im Gerichtssaal dabei und nahm an allen 437 Verhandlungstagen teil, schrieb mit. Das Protokoll stellt der mit zahlreichen Journalistenpreisen ausgezeichnete Schultz im Gespräch mit Jens Meyer-Kovac vor. Es liest DT-Schauspieler Florian Eppinger (DT).

Im Winterprogramm gibt es auch wieder „Literatur macht Schule“. Jörg Bernardy wird einen einen Workshop anbieten. Titel: „Natürlich weiß ich, wer ich bin – oder?“ Basierend auf seinem neuen Buch „Mann Frau Mensch“ nähert sich Bernardy in seinen Workshops für Kinder und Jugendliche spielerisch und interaktiv den großen Fragen von (Gender-)Identität und gesellschaftlichen Normen. Der Workshop ist für Schüler und Schülerinnen ab der 9. Klasse – bei Interesse an dem Workshop an Ihrer Schule melden Sie sich bei Marisa Rohrbeck unter rohrbeck@lit-zentrum-goe.de.

Weitere Infos gibt es hier.

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