Neues Projekt: Kultur soll zum Motor für 40 Schulen werden

Otto-Hahn-Gymnasium in Göttingen: Die Schule macht bei einem dreijährigen Kulturprojekt mit. Foto: Kopietz

Göttingen/Hannover. Die Kultur soll an 40 Schulen in Niedersachsen Motor für die Entwicklung der Einrichtungen sein. Aus Südniedersachsen machen vier Schulen bei dem dreijährigen Projekt mit.

Bei „Schule: Kultur!“ sind das Otto-Hahn-Gymnasium und die Brüder-Grimm-Schule sowie die Paul-Gerhard-Schule in Dassel sowie Hauptschule Neustädter Tor in Osterode dabei. Dabei sollen Schüler und Lehrer mit Lehrkräften und Kulturschaffenden eigene fächerübergreifende Bildungsangebote entwickeln, berichtet Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD). „Kinder und Jugendliche können so unabhängig vom Geldbeutel aktiv an Kultur teilhaben“, so die Ministerin. Die Unterstützung für die Schulen und ihre außerschulischen Partner läuft über drei Jahre. „Das Projekt soll neugierig machen auf Theater, Kunst oder Musik und Lust wecken, selbst kreativ zu werden“, ergänzt Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic.

Das Projekt, das durch die Zusammenarbeit von Kultusministerium, Wissenschaftsministerium und der Stiftung Mercator entstand, richtet sich an Schulen, die ihr kulturelles Profil schärfen wollen. „Wir wollen kulturelle Bildung im Schulprogramm verankern und dadurch Impulse für die Schulentwicklung gewinnen“, sagt Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator. Unter den 40 Schulen, die sich im Herbst um die Teilnahme beworben hatten, sind alle allgemeinbildenden Schulformen.

Hier die Unterstützungs-Bausteine für die Schulen auf einen Blick:

• 10.500 Euro je Schulprojekt;

• ein eigens entwickeltes Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte, Schulleitungen und Kulturpartner;

• eine dauerhafte Beratung in den Bereichen der künstlerischen Fächer und der Schulentwicklung;

• zusätzliche Anrechnungsstunden der Schule für die Laufzeit des Projektes.

Das Projekt wird mit mehr als 1,5 Millionen Euro finanziert: Die Stiftung Mercator fördert das Vorhaben mit 500.000 Euro. Das Land Niedersachsen stellt mehr als eine Million Euro zur Verfügung.

Partner sind die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) Niedersachsen, das Niedersächsische Institut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ), die Niedersächsische Landesschulbehörde und die Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel. Die Auftaktveranstaltung für alle teilnehmenden Schulen findet am Mittwoch, 11. Februar, in Hannover statt.  (bsc)

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