Neues Projekt der Universität: Sprachen lernen im Tandem

Auftakt: Beim Sprachtandemabend von Indigu und dem Foyer International fanden sich die unterschiedlichsten Sprachpaare.
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Auftakt: Beim Sprachtandemabend von Indigu und dem Foyer International fanden sich die unterschiedlichsten Sprachpaare.

Göttingen. Eine andere Sprache lernen, ohne dafür einen teuren Sprachkurs zu bezahlen und dabei noch seine eigene Muttersprache besser kennenlernen. Das ist das Konzept von Sprachtandems. Beim Sprachtandem-Abend der Uni Göttingen konnten Austauschstudenten und Deutsche ihren Wunschpartner finden und sich zu regelmäßigen Treffen verabreden.

Ein Stimmengewirr unterschiedlicher Sprachen schallte durch den Raum. Begründungen, warum das eigene Heimatland toll ist, mischten sich mit Gelächter und Kulturaustausch. Beim Sprachtandem-Abend verbanden das Foyer International und das Integrationsprogramm „Indigu“ der Uni Göttingen Studenten der verschiedensten Länder und Sprachen.

Viele Vorteile

Die Vorteile liegen auf der Hand: Sprachtandems bieten die Möglichkeit sich mit jemanden in dessen Muttersprache zu unterhalten, um seine eigenen Kenntnisse zu verbessern und umgekehrt. Ein Tandem ist zudem nicht mit Kosten verbunden, man lernt neue Menschen und Kulturen kennen und schult somit auch seine interkulturelle Kompetenz. Das ist auch der Grund, warum Huong und Tiet aus Vietnam gekommen sind: Beide studieren im ersten Semester Betriebswirtschaftslehre und sprechen neben ihrer Muttersprache auch noch deutsch und englisch, die sie verbessern wollen. Dan aus Ohio sucht einen Tandempartner, um seine Deutschkenntnisse zu perfektionieren, Makan spricht deutsch, spanisch und farsi und sucht einen Griechen und Jako, der deutsch und englisch spricht, sucht jemanden für koreanisch oder chinesisch.

Lisa Schneider vom Foyer International organisierte den Abend: „Wir möchten die Studenten zusammenbringen und ihnen ein Forum bieten, sich auszutauschen und einen passenden Sprachpartner zu finden. Dann kann man sich für regelmäßige Treffen verabreden.“ 20 junge Leute hatten sich für den Abend bei ihr angemeldet, gekommen waren letztendlich 50 Interessierte. Mit Hilfe einer Weltkarte stellten sie sich gegenseitig vor und erzählten, welche Sprachen man spricht und welche man gerne verbessern will. Beim anschließenden Speeddating liefen die Teilnehmer durch den Raum und bei einem Signal blieben alle stehen, um sich mit dem Nachbarn für drei Minuten über eine vorgegebene Frage auszutauschen.

Manche suchten Sprachen wie Arabisch oder Russisch und wurden an diesem Abend nicht fündig. Andere, die exotischere Sprachen wie Finnisch, Bulgarisch, Polnisch oder auch Ukrainisch sprechen, wiederum schon. So oder so steht fest: Sprachen lernt man am besten, indem man sie auch spricht. (zli)

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