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Wahre Liebe siegt – auch auf der Bühne im Göttinger ThOP

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Historische und moderne Elemente auf einer Bühne: Shakespeares „Viel Lärm um nichts“ überzeugte die Zuschauer im Göttinger Theater im OP. Foto: Dirk Opitz/nh

Göttingen. Wahre Liebe siegt – das ist die Botschaft im Theater im OP (ThOP) bei Shakespeares „Viel Lärm um nichts“, das jetzt Premiere hatte.

Nach drei Stunden voller scharfsinnigem Witz und Unterhaltung gehen die Zuschauer mit dieser - guten -Nachricht nach Hause.

Die Inszenierung von Orthey Stoll überzeugt und zeigt: Missgunst und Intrigenspiele sind nicht nur zu Shakespeares Zeiten zu Hause.

Die Freunde Claudio und Benedikt im Gefolge des Fürsten von Aragon, Don Pedro, kehren von einem erfolgreichen Feldzug zurück. Leonato, Statthalter von Messina, lädt sie ein, einen Monat lang in der Stadt zu bleiben. Claudio verliebt sich in dessen Tochter Hero. Der scharfzüngige Heiratsgegner Benedikt ist in langer Feindschaft mit Leonatos ebenso spitzfindiger Nichte Beatrice verbunden.

Claudio und Hero finden schnell zueinander. Doch Don Pedros Halbbruder Don John macht es sich zum Ziel, sie wieder auseinanderzubringen. Ebenso eifrig werden Pläne geschmiedet, Beatrice und Benedikt miteinander zu verbinden. Allein diese Ausgangskonstellation verspricht viel Stoff für gute Unterhaltung.

Den 23 ThOP-Darstellern gelingt es, Shakespeares zahllose Sprachspiele und jede Möglichkeit zur Komik auszukosten. Historisch anmutende Kostüme vor antiken Säulen versetzen die Zuschauer in alte Zeiten. Doch der damals zeitgemäße Look wird gebrochen von modernen Elementen. So trägt die schicke und schlaue Beatrice bauchfrei zu sehr knappen kurzen Hosen. Auch bei Claudio und Benedikt wird die Kleidung je nach Anforderung moderner.

Mit viel Witz sind die Darsteller bei einem Kostümfest zur Feier der erfolgreichen Krieger ausgestattet. Sogar ein „Shakespeare“ tummelt sich dort. Gelungen ist die Anspielung auf einen Junggesellinnenabschied, den die Freundinnen von Hero feiern. Als „Running Gag“ trudeln Polizeimeister Dogberry und sein Amtsmann Verges mit immer wieder neuen Anliegen über die Bühne.

Und auch wenn die vielen „Liebes-Intrigen“ im Detail viel zu konstruiert daherkommen, gelingt es dem Ensemble, den Blick auf zeitlose Probleme zu werfen: Wann ist Liebe echt? Wie kann sie hinterhältige Intrigen überleben? In der Komödie von Shakespeare stellt sich die Frage ganz unmittelbar. „Viel Lärm um Nichts“ überzeugt auf der Arenabühne.

Weitere Vorstellungen am 30. April sowie am 1., 3., 4., 5., 7., 9., 11. und 12. Mai, jeweils um 20.15 Uhr. Karten sind an der Abendkasse oder im Vorverkauf zwischen 12 und 14 Uhr im Foyer der Zentralmensa der Universität, Platz der Göttinger Sieben, zu haben. Für Studierende mit Kulturticket gilt freier Eintritt. (zul)

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