Ein Teil des Geländes des früheren Huhtamaki-Werkes soll umgestaltet werden

Neues Viertel im Weender Norden

Das ehemalige Gelände der Firma Huhtamaki aus der Luft: Bei einer Versammlung in Weende wurden die Pläne für einen Teil des Areals vorgestellt. Foto: Rampfel

Göttingen. Vor neun Jahren Jahren zog sich der Verpackungsmittelhersteller Huhtamaki aus Göttingen zurück. Nun soll das Gelände in Weende zum Teil neu bebaut werden.

• Bezahlbarer Wohnraum: Auf einem Teil des ehemaligen Firmengeländes im Nordwesten von Weende, das 11,4 Hektar groß ist (das entspricht etwa 15 Fußballfeldern), sollen Ein-, Zwei- sowie Mehrfamilienhäuser entstehen. Der Projektentwickler, die Hoko Verwaltung GmbH aus Soest, verspricht, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

• Insgesamt fast 300 Wohneinheiten: Nach und nach sollen 114 Wohneinheiten in Ein- und Zweifamilienhäusern, 80 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern und 80 bis 100 Einheiten in einem Wohnprojekt entstehen – insgesamt fast 300 Wohneinheiten. Wie viele Bewohner das künftige Viertel im Norden der Stadt am Ende haben wird, hängt davon ab, wie viele Menschen jeweils einziehen. Die Bebauung soll in mehreren Abschnitten erfolgen. Bei den Mehrfamilienhäusern wird ein Anteil von 30 Prozent im sozialen Wohnungsbau angestrebt.

• Baustart im kommenden Jahr: Mit dem Bau der ersten Häuser soll nach dem Willen des Projektentwicklers Mitte kommenden Jahres begonnen werden. Zuvor muss der Stadtrat über das Projekt entscheiden. Am Mittwoch wurde das Projekt Interessierten in einer Versammlung vorgestellt. Erste Pläne zur Umgestaltung gab es schon 2007. Seither hatte sich aber nichts getan.

• Einbeziehung von bestehenden Bauten:  Bauten, die auf dem Gelände existieren, sollen in das Projekt mit einbezogen werden. Dazu gehören beispielsweise das Pförtnerhäuschen und die frühere Kantine.

• Besondere Architektur: Die Häuser sollen architektonisch besonders gestaltet werden. Derzeit beschäftigten sich Teams mit Vorschlägen dafür.

• Vorrang für Fuß-, Rad- und Busverkehr: Der Fuß-, Rad- und Busverkehr soll Vorrang vor dem Verkehr mit dem Auto bekommen. Dadurch soll der Verkehr im neuen Viertel beruhigt werden.

• Nachhaltiges Energiekonzept:  In Planung ist ein spezielles Energiekonzept für das Baugebiet. Denkbar ist beispielsweise der Einsatz von Blockheizkraftwerken, die künftige Bewohner mit Strom und Wärme versorgen.

• Konzept für ein grünes Umfeld: Der Bereich entlang des Bachs Weende soll renaturiert werden. Bestehende Grünflächen sowie ein früherer Löschteich sollen erhalten werden. Außerdem soll ein direkter Zugang zum benachbarten Weender Klostergarten möglich sein.

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