Klassische Musik und viele Gäste

Neujahrsempfang der Sparkasse: Gemeinsam stark in Göttingen und Europa

Göttingen. Einst sprengte der Neujahrsempfang der Sparkasse Göttingen die Kapazität der Stadthalle: Heute füllen die geladenen Gäste die Halle immer noch bis auf den letzten Platz.

Mehr als 1000 kamen am Dienstagabend und hörten traumhafte klassische Musik des Göttinger Symphonie Orchesters und die weltumspannende Jahres-Rede unter dem Titel „Wir sind eins!“

Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Rainer Hald mag Zitate und Anleihen von Aussagen großer Zeitgenossen: Diesmal bediente er sich bei Charles Darwin, aber nicht in Anlehnung an den Sozialdarwinismus, sondern basierend auf Erkenntnissen des Naturforschers, der einst bemerkte, dass sich Arten nicht aus eigenem Antrieb, sondern auch aufgrund von Bedrohungen entwickeln, denen sie ausgesetzt sind.

Das treffe im übertragenen Sinne auch auf Europa zu, das Bedrohungen durch Terror ausgesetzt sei, das herausgefordert sei durch den Flüchtlingsstrom und durch Wirtschaftskrisen in Ländern. Europa könne laut Hald und in Anlehnung an Darwin miteinander eins werden zum Wohle der Gesamtheit. „Genau deswegen sollten wir die Flüchtlingskrise nicht als Risiko, sondern als Chance verstehen.“ Gemeinsam sei man ohnehin stärker als allein. „Deshalb heißt unser Motto auch: Wir sind eins! – mit Ihnen in Göttingen, eins mit den Menschen, der Gesellschaft, der Wissenschaft, der Wirtschaft, eins mit Sport und Kultur.

Somit war der Bogen zu Göttingen gespannt – allerdings nach einer deutlichen Kritik an aus dem Europa-Team ausscherenden Staaten. In der europäischen Flüchtlingspolitik leide Europa an „egoistischen Nationalstaaten“ wie Polen, Ungarn oder Tschechien. Eine Kritik die auch an Italien, Schweden oder Rumänien ging, die sich nicht an gemeinsame Sicherheitsleistungen in der Bankpolitik halten und so den zum „Modellathleten“ gewordenen einstigen „kranken Mann“ Deutschland und seine Sparer als Dauerzahler belasteten.

Entziehen will sich die Sparkasse auch ihrer Verantwortung zur Kundennähe nicht, sagte Hald. Im Gegensatz zu anderen Banken dünne man das Filialnetz nicht aus, sondern modernisiere es, wie die Filiale in Grone und die junge Bank S-Spot zeigten.

Ausführlich schilderte Hald das Projekt Verwaltungsneubau am Groner Tor, wohl auch, um die schwelende Diskussion um den Architektenwettbewerb, die kritisierten Entwürfe und die Vergabe an eine Entwicklungsgesellschaft, die enge Verbindungen zu Sparkasse hegt, zu beenden. Der Bau sei auch ein Engagement für die Region, die Stadt und die Uni. Das Forum-Wissen nebenan „wäre ohne das Sparkassen-Engagement dort nicht möglich gewesen“.

Die Einnahmen aus dem Kartenverkauf gehen diesmal an den ASC Göttingen und ein Projekt für Flüchtlingskinder der Gemeinde Friedland.

Neujahrsempfang der Sparkasse Göttingen

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