Symphonieorchester zu Gast

Neujahrsempfang der Sparkasse Göttingen: Zuversicht im Saal und ein feines Konzert 

Fast voller Saal: Neujahresempfang der Sparkasse Göttingen in dr Stadthalle. Foto: Jelinek

Göttingen. Weit mehr als 1000 geladene Gäste kamen in dieser Woche zum Neujahrsempfang der Sparkasse Göttingen, der ein gesellschaftliches Großereignis in der Uni-Stadt ist.

Wir waren dabei und schildern noch einmal die Eindrücke.

Es ist eine Binsenweisheit – aber eine auf Erfahrungen basierende: Gemeinsam geht vieles besser, gemeinsam trotzt man Krisen leichter. Eben dieses stark machende Miteinander hat Vorstandschef Rainer Hald beschworen. Der Empfang trug den Titel „Gemeinsam#AllemGewachsen“. Und Hald warb für einen „Schulterschluss zwischen Politik, Bürgern und Wirschaft“. Damit könne man sicher gute Lösungen schaffen. So könne auch gelingen, dass die Uni, die gut im Exzellenz-Status-Rennen liegt, am Ende viele Projekte durchbringt.

Abschied mit Wehmut und Geschenk: Vorstandsvorsitzender Rainer Hald beschenkt Christoph-Mathias Mueller. Foto: Jelinek

Prominent besetzt

Apropos Rennen: Auf die Pole-Position in Reihe eins, direkt vor dem Dirigentenpult, wurde Sartorius-Vorstandvorsitzender Joachim Kreuzburg gesetzt. Gleich daneben: Uni-Präsidentin Ulrike und MPI-Spitzenforscher Jens Frahm. Kürzlich hatte Kreuzburg im HNA-Interview eine möglichst intensive Zusammenarbeit von Forschung, Wirtschaft, Uni und Stadt gewünscht. Bei dieser Sitzordnung hatte Kreuzburg die Chance zur direkten Verbesserung der Zusammenarbeit auf dem Weg zur Mottoumsetzung „Gemeinsam Allem#Gewachsen“.

Optimistische Perspektive

Bei der Betrachtung der globalen und regionalen Welt fiel Halds Einschätzung diesmal eher optimistisch aus, kein Wunder bei dem Gemeinsam-Motto. Zwar benannte Hald bedrohliche Entwicklungen wie die Machtverschiebung in der Welt, den Zwang zur Digitalisierung, der Inflationsgefahr und einer sprunghaft wachsenden Macht gewisser Technologie-Konzerne. Anpassungen und Neuausrichtungen böten aber immer auch eine Chance. Man dürfe nur nicht die rasanten Zukunftsentwicklungen über sich ergehen lassen, sondern müsse sie gemeinsam aktiv gestalten.

Bargeld und Bitcoin

Euro-Münzen und -Scheine haben Zukunft – so die klare Einschätzung von Rainer Hald. Der Bargeld-Anteil der „zweiten Leitwährung“ in der Welt sei groß – 70 Prozent der Euros seien im Ausland unterwegs. „Es ist gar nicht möglich, das Euro-Bargeld abzuschaffen, im Ausland wird der Euro gerne als Zahlungsmittel angenommen“.

Top-Position: Bestens platziert beim Neujahrsempfang der Sparkasse in Reihe eins der Stadthalle: Sartorius-Vorstandsvorsitzender Joachim Kreuzburg, Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel (links daneben) und MPI-Spitzenforscher Jens Frahm. Foto: Jelinek

Rainer Hald warnte Anleger vor dem „Risiko“ der Krypto-Internet-Währung Bitcoin. Er hofft auf mehr Regulierung und Aufsicht. Es sei absurd, wenn sich Kleinsparer in eine Bitcoin-Welt stürzen, die er noch weniger verstehen kann als Fonds und Anleihen. „Also: Vorsicht!“ Seine Sparkasse jedenfalls setze auf gesundes Wachstum ohne große Risiken.

Gemeinsam fürs Ehrenamt

„Gemeinsam“ macht sich die Sparkasse Göttingen weiter für das Ehrenamt stark. Hald nannt Förderungen und Initiativen wie den Crosslauf der TSV Waake-Bösinghausen und die Aktion Dorf hat Zukunft in Radolfshausen. 2018 wird sie die Ausbildung von Jung-Imkern fördern, die Göttingens Bürgermeister Uli Holefleisch ankurbelt.

Abschied von Mueller steht bevor

Gefeiert vom Publikum und beschenkt von Rainer Hald wurde Christoph-Mathias Mueller. Der Musikdirektor des Göttinger Symphonie Orchesters bestach wieder durch eine fast perfekte, lockere Musikzusammenstellung von Georges Bizet´s Carmen-Suite über Pjotr Tschaikowskis Tänze und Nussknacker-Suite Nr. 2 bis zu Rock-Pop-Klassikern von Starship, Opus und Queen. Das sang („Life is Life“) und stampfte („We will rock you“) die Halle und unterstützte so die Göttinger Sängerin Hannah Carlsson, die vor allem „We are the Champions“ hervorragend sang. Mueller wird das GSO zum Abschluss dieser Saison verlassen, um neue Herausforderungen zu suchen.

Geblieben wäre der Publikumsliebling und so wunderbar charmant wie amüsant und witzig moderierende Dirigent wohl noch ein wenig, wenn es im GSO-Umfeld komplett gestimmt hätte. Stichwort: Gemeinsam. „Wir werden sie vermissen“, sagte Rainer Hald zu Mueller und sprach vielen im Publikum aus dem Herzen. Mueller jedenfalls genoss wie viele Musiker aus seinem Orchester den Abend und war auch noch nach Mitternacht in angeregten Gesprächen mit Gästen zu sehen. Ein Publikumsliebling eben.

Lob für Oberbürgermeister

Ein öffentliches Lob gab es vom Sparkassen-Chef Hald für Stadt-Chef Köhler. Der Oberbürgermeister stehe als Beispiel für eine mutige Kommune. Beispiel dafür sei die Aussage: „Ich will Kräne“ sehen, um endlich wieder mehr Wohnungen zu bauen. (tko)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.