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Neun-Euro-Ticket: Der große Ansturm der Reisenden blieb in Göttingen bislang aus

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Von: Bernd Schlegel

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Menschen am Bahnhof in Göttingen steigen in einen Zug.
Schnell noch in den richtigen Zugteil: Zahlreiche Reisende hatten Probleme mit der Orientierung. © Bernd Schlegel

Bislang blieb der große Ansturm der Reisenden in Göttingen wegen des Neun-Euro-Tickets aus. Doch am Bahnhof zeigten sich Probleme.

Göttingen – Der große Ansturm der Reisenden nach der Einführung des Neun-Euro-Tickets in Göttingen blieb an den ersten beiden Tagen zunächst aus. Experten rechnen aber damit, dass es am Pfingstwochenende deutlich voller in den Zügen werden wird.

Am Bahnhof Göttingen war die Situation an den ersten Tagen dementsprechend weitgehend entspannt. Allerdings zeigte sich gleich zum Start der Neun-Euro-Ticket-Periode ein Problem: Die Station in Südniedersachsen ist für viele Reisende mit Regionalzügen ein wichtiger Umsteigepunkt – und der kann es in sich haben. So werden öfter einmal ohne Vorwarnungen Gleiswechsel bei den Zügen vorgenommen. Dann heißt es, schnell auf einen anderen Bahnsteig zu gehen – zumal an den elektronischen Zielanzeigern oft nur die Zugnummern der verlegten Züge angezeigt werden.

Viele Kunden, die wegen des Neun-Euro-Tickets erstmals länger mit der Bahn unterwegs sind, wissen einfach nicht, dass es sich bei einer „NWB“ samt Zugnummer um die Nordwestbahn in Richtung Altenbeken handelt. Gut, wenn dann andere Reisende hilfreich zur Seite stehen.

Cantus-Züge werden am Bahnhof Eichenberg getrennt

Es gibt noch ein weiteres Hindernis, mit dem viele Reisende in Göttingen zu kämpfen haben. In der Uni-Stadt starten die Cantus-Züge in Richtung Süden. Das Problem: Am Bahnsteig stehen in der Regel zwei Triebwagen gekoppelt hintereinander zur Abfahrt bereit. Sie werden am Bahnhof Eichenberg getrennt. Der vordere Zug fährt dann nach Eschwege, der hintere nach Kassel. Deshalb huschten viele Fahrgäste zwischen den beiden Zugteilen noch einmal hin und her, um am Ende im richtigen Triebwagen zu sitzen.

Der Cantus ist nämlich ein wichtiges Bindeglied für alle Kunden, die mit dem Günstig-Ticket von Norddeutschland ins Rhein-Main-Gebiet wollen. Sie müssen in Göttingen den Cantus nach Kassel Hbf nehmen, um dort Anschluss an den Regional-Express nach Frankfurt am Main zu bekommen.

Neun-Euro-Ticket an allen Metronom-Fahrkarten-Automaten verfügbar

Es gibt auch eine positive Entwicklung: An den Metronom-Fahrkarten-Automaten kann jetzt unkompliziert für jeden der Monate Juni, Juli und August das Neun-Euro-Ticket gekauft werden. Damit entfällt das Anstellen am Schalter – eine wesentliche Erleichterung. (Bernd Schlegel)

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