NFV-Pokal: Kippt SVG Göttingen auch den VfV Hildesheim raus?

Aus vollem Lauf zieht der SVGer Stephan Kaul (links) ab: Northeims Neuzugang Yurgen Salfeld kommt Sekunden-Bruchteile zu spät. Der Göttinger Stürmer zeigte zuletzt starke Spiele. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. „Macht nix!“ Sagt Knut Nolte, der Trainer der SVG Göttingen, und meint damit das unerwartete Aus seines Team im Sparkasse Göttingen Cup gegen Hainberg.

Aber es war ja auch „nur“ die zweite Mannschaft, die gegen den Bezirksligisten rausflog. Hatte natürlich auch seinen Grund, denn das viel wichtigere Spiel steigt für die Schwarz-Weißen am Mittwochabend. Um 19 Uhr geht’s im NFV-Pokal gegen den VfV Borussia 06 Hildesheim, der gerade via Relegationsrunde in die Regionalliga Nord aufgestiegen ist.

Dort hatte das Team von Trainer Jürgen („Stoffi“) Stoffregen, der einst sogar mal kurzzeitig Hannover 96 coachte, einen glänzenden Einstand: Im ersten Heimspiel schickte der VfV den FC St. Pauli II mit einer 1:4-Packung zurück nach Hamburg. Ganz stark dabei vor auch für Hildesheimer Verhältnisse fast sensationellen 3000 Zuschauern Dominic Hartmann. Der Mittelfeldmann zerlegte St. Pauli fast im Alleingang, traf in der 36. (1:0), 47. (3:0) und 50. Minute (4:0). Klar, dass die SVG da auf der Hut sein muss.

Ex-SVGer El-Zein beim VfV

Doch nicht nur wegen Hartmann, sondern auch wegen der weiteren VfVer. Allen voran dabei Omar El-Zein. Der zuletzt vereinslose Wandervogel aus dem Harz hat sich den Hildesheimern angeschlossen und wurde von Trainer Stoffregen als Spitze aufgeboten. El-Zein, der am 12. August 30 wird und zuletzt in Uerdingen war, ist einer von elf Neuzugängen im VfV-Kader. Die Rückrunde 2009 hat er übrigens für die SVG gespielt.

Nach dem überraschend deutlichen 3:0 gegen Nachbar Northeim kommt auf die SVG also sofort ein noch härterer Prüfstein zu. „In der Regionalliga geht’s ja schon semi-professionell zu“, weiß SVG-Coach Nolte. Dementsprechend könne man sich gegen den VfV „kein Larifari-Spiel“ erlauben.

Schließlich geht es ja inzwischen im NFV-Pokal auch um Geld. Der Verlierer wird 2100 Euro bekommen, wovon sich schon zum Beispiel eine nette Mannschaftsfahrt organisieren ließe – wenn die Kohle nicht dem Klub zugute kommen soll. Nolte: „Wir wollen versuchen, uns so ordentlich wie möglich zu verkaufen. Dass wir ins Viertelfinale einziehen, ist natürlich illusorisch zu glauben.“ Muss der SVG-Trainer ja so sagen. Insgeheim rechnet sich das Team vom Sandweg aber doch eine kleine Chance aufs Viertelfinale aus, das bereits am 19. August ausgetragen wird.

Nachdem Nolte seine „A-Elf“ am Montag im Sparkassen Cup geschont hat, läuft gegen den VfV das Sieger-Team vom Sonntag auf. Viel setzt Nolte erneut auf Stürmer Stephan Kaul, der in der vergangenen Winterpause von Germania Wolfenbüttel kam. Der Student hatte zuletzt mehrere gute Auftritte. Nun sollen Kaul & Co. gegen den VfV „alles rausholen, um dagegen zu halten“, so Nolte. Vielleicht gelingt der klassenniederen SVG ja sogar die nächste Überraschung! (haz/gsd)

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