Keine Einigung

Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Verdi-Aktionen in Niedersachsen geplant

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst blieb bislang erfolglos. Nun wird gestreikt. Das plant Verdi in Niedersachsen.

  • Bisher gibt es keine Einigung bei Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst.
  • Verdi droht nun mit Warnstreiks in Niedersachsen.
  • Es kommt zu erheblichen Einschränkungen.

Göttingen - Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst hat keine Einigung erbracht. Jetzt kommen auf die Menschen in Deutschland neue Warnstreiks für bessere Löhne zu. Beschäftigte von Kitas, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen im öffentlichen Dienst wollen ihre Arbeit niederlegen. Auch in Niedersachsen drohen in den kommenden Tagen erste Streiks.

Erste Aktionen in einzelnen Regionen beginnen bereits am Dienstag, 22.09.2020. Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte, machen zunächst die Bundesländer Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern den Auftakt. In Niedersachsen gab es bisher noch keine Warnstreiks. Erste Arbeitsniederlegungen sind aber noch in dieser Woche geplant.

DienstleistungsgesellschaftVerdi
Gründung2001
SitzBerlin
Vorsitz Frank Werneke

Verdi: Warnstreiks in Niedersachsen geplant

In Verden zum Beispiel sind am Donnerstag, 24.09.2020, Beschäftigte zum Warnstreik aufgerufen.  „Geplant sind in den nächsten Tagen dezentrale Streiks unter Corona-Bedingungen“, sagte Gewerkschaftssprecher Matthias Büschking. Welche Städte in Niedersachsen genau betroffen sind und wo es schon am Dienstag losgeht, konnte der Gewerkschaftssprecher noch nicht sagen. Trotzdem muss mit Einschränkungen gerechnet werden.

Insgesamt fordert die Dienstleistungsgesellschaft Verdi für bundesweit 2,3 Millionen Teilbeschäftigte im öffentlichen Dienst 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber haben bisher in den ersten zwei Verhandlungsrunden noch kein Angebot vorgelegt. Die dritte Runde ist für den 22. und 23.10.2020 angesetzt.

Verdi: Online-Kundgebung in Niedersachsen von Kita-Beschäftigten

Druck will Verdi auch auf Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne ausüben. Mit Forderungen nach mehr Zeit, Personal und Gesundheitsschutz in Kitas soll am Mittwoch, 23.09.2020, eine Online-Kundgebung stattfinden.

Verdi plant Warnstreiks in Niedersachsen.

Mit etwa 2 Millionen Mitgliedern bezeichnet sich Verdi als größte Dienstleistungsgesellschaft der Welt. Die Gewerkschafter betreuen Beschäftigte in mehr als 1000 Berufen. In Niedersachsen und Bremen vertreten sie die Interessen von rund 250.000 Menschen. (kas mit dpa)

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa

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