Veranstaltungsstätten leuchten in Rot

"Night of Light" macht auch in Göttingen auf Probleme der Veranstaltungsbranche aufmerksam 

+
Die Lokhalle wird bei der „Night of Light“ von 22 bis 24 Uhr mit rotem Licht erleuchtet. 

Viele leuchtende Mahnmale, die sich zu einem gewaltigen Licht-Monument arrangieren – so soll die Aktion „Night of Light“ am 22. Juni ab 22 Uhr bis zum 23. Juni 1 Uhr stattfinden. Damit will die Veranstaltungsbranche auf die Existenzprobleme während der Corona-Krise aufmerksam machen.

Mit dabei sind auch viele Göttinger Veranstaltungsstätten.

Lokhalle

Die Front der Lokhalle wird mit Unterstützung von klar&deutlich Veranstaltungstechnik, KC Eventtechnik und Repp Veranstaltungstechnik von 22 bis 24 Uhr mit rotem Licht erleuchtet. „Mit unserer Teilnahme an der Aktion „Night of Light“ wollen wir unsere Solidarität zum Ausdruck bringen und auch die Öffentlichkeit auf die besonders hart getroffene Branche der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam machen“, erklärt Silke Martens, Meisterin für Veranstaltungstechnik und technische Produktionsleitung für die Lokhalle.

Exil

Das Exil wird in der Nacht zwischen 22 und 2 Uhr in rotem Licht erstrahlen. Dazu werde ein vierstündiger Soundtrack aufgelegt. Das Ganze wird auch im Stream zu sehen und zu hören sein.

Junges Theater

Ebenfalls mit dabei ist das Junge Theater in Göttingen. Es hat massive Einschränkkungen bei der Zuschauerkapazität. Während der Corona-Krise werden nur gut 40 der sonst üblichen 190 Plätze zur Verfügung stehen.

Die Aktion „Night of Light“ findet am 22. Juni statt. 

Kreuzberg on KulTour

Der Verein Kreuzberg on KulTour wird am 22. Juni einige seiner Veranstaltungslokalitäten erleuchten, wie zum Beispiel die CharlieBar, der kleine Ratskeller oder die Diva Lounge. Auch das Copy Team wird als Kreuzberg on KulTour-Zentrale illuminiert. „Es ist für uns unerträglich mitanzusehen, wie Kulturbetriebe, aber auch selbstständige Kulturschaffende während der Corona-Krise im Stich gelassen werden. Mit der „Night of Light“ können wir auch in Göttingen ein deutliches Zeichen setzen“, betont Klaus Wißmann, erster Vorsitzender des Vereins.

Kaz

Das Kulturzentrum Kaz ist von 22 bis 23 Uhr dabei.

Mehr als 250 Städte sind dabei

In der Nacht zum 23. Juni werden die Teilnehmer bundesweit in mehr als 250 Städten Eventlocations, Spielstätten, Gebäude und Bauwerke mit rotem Licht erleuchten. So wolle man an die Politik appellieren, Lösungen und Wege aus der existenzbedrohenden Lage zu entwickeln.

„Die nächsten 100 Tage übersteht die Veranstaltungswirtschaft nicht“, sagt Tom Koperek, Initiator der Aktion „Night of Light“ und Vorstand der LK Aktiengesellschaft in Essen. Die für diese Aktion verwendete Farbe Rot soll zum einen die „Alarmstufe Rot“ sowie die Leidenschaft für den Beruf verdeutlichen.

Veranstaltungen dürfen seit März bis vorläufig Ende August nicht mehr stattfinden. Das bedeutet große Verluste für die Branche, die nicht mehr reingeholt werden können. Es wird von einem Umsatzausfall von 80 bis 100 Prozent über einen Zeitraum von mindestens acht Monaten ausgegangen. Die Veranstaltungswirtschaft sei eine der größten Sektoren der deutschen Wirtschaft und zähle über eine Million Beschäftigte. Weitere Informationen zu der Aktion der Kulturschaffenden gibt es im Internet

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.