Am Nordcampus: Ein Studentenwohnheim aus Holz mit 200 Appartements

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So sollen die „Lutterterrassen“ aussehen: Architektin Gesche Grabenhorst präsentiert den Entwurf des Studentenwohnheims.

Göttingen. Lange hat es gedauert, doch nun sind die Pläne für das neue Studentenwohnheim im Nordbereich der Universität Göttingen fertig. Am Montag wurden sie vorgestellt.

In einem Architektenwettbewerb setzte sich das junge Architektenbüro Lima aus Stuttgart durch. Nach ihrem Entwurf soll bis Ende 2018 Wohnraum für 200 Studenten entstehen. Besonders erfreulich sei, dass die ersten beiden Plätze von Wettbewerbern aus der Kategorie „Junges Büro“ belegt wurden, sagte die Hannoveraner Architektin Prof. Gesche Grabenhorst, die auch Vorsitzende des Preisgerichts war.

Die Jugend fördern

„Das spricht dafür, dass der Nachwuchs gefördert werden muss“, sagte Grabenhorst bei der Präsentation des Bauplans. Der Plan von Lima sei „eine absolut intelligente Lösung“, lobte Grabenhorst.

Diese intelligente Lösung sieht vor, dass das gesamte Gebäude in Holz gebaut wird. Dies sei ein Herzenswunsch gewesen, so Prof. Dr. Hubert Merkel, Vorstandsvorsitzender des Studentenwerks. Darüber hinaus sei diese Bauweise nicht teurer als mit herkömmlichen Bausubstanzen. Von dem Holz werde man später allerdings nichts mehr sehen, da es vollständig von einer Fassade verhängt würde. Trotzdem, so Grabenhorst, schaffe das Material ein besseres Klima und eine Behaglichkeit für die Bewohner.

Das gesamte Gebäude werde darüber hinaus auf einem Sockel stehen. Dadurch soll es 200 überdachte Fahrradstellplätze geben. Außerdem soll Platz für 67 Autostellplätze auf einer danebenliegenden Freifläche geschaffen werden. Im Untergeschoss seien außerdem ein großer Aufenthaltsraum, ein Musiksaal sowie barrierefreie Apartments vorgesehen. Darüber befinden sich auf drei Etagen die Ein-Zimmer-Apartments mit Badezimmer, Pantry-Küche und großem Fenster. Jedes Apartment wird 18,5 Quadratmeter groß sein. Der Mietpreis könne derzeit noch nicht zuverlässig kalkuliert werden, sagte Merkel.

Einzelwohnungen gefragt

Dass es keine WG-tauglichen Apartments gebe, sei der Nachfrage geschuldet, erklärte Prof. Dr. Jörg Magull, Geschäftsführer des Studentenwerks. Im nördlichen Bereich der Uni sei die Nachfrage nach Einzimmerwohnungen dreimal so hoch wie die nach Wohngemeinschaften.

Insgesamt soll das vierstöckige und kubisch geformte Wohnheim 15,5 Millionen Euro kosten. 40 Prozent der Kosten sollen eigenfinanziert werden, 60 Prozent durch Fremdmittel über Kredite.

Wie groß der Anteil sein wird, der von den kürzlich vom Land Niedersachsen für den studentischen Wohnheimbau auf den Weg gebrachten sieben Millionen Euro in das Wohnheim in Göttingen fließen wird, steht bisher noch nicht fest.

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