Notfahrplan gilt

Streiktag am Bahnhof Göttingen: Metronom statt ICE

Notfahrplan: Schon vor Beginn des Lokführerstreiks am Mittwoch um 14 Uhr gilt bei der Bahn seit Mitternacht ein Notfahrplan. Die Auswirkungen sind in Göttingen zu spüren. Rubrikenlistenbild: dpa

Göttingen. Der Lokführer-Streik und seine Auswirkungen beherrschen den Bahnhof Göttingen. Um trotz ausgefallener Fernzüge trotzdem an das Ziel zu kommen, steigen viele Kunden auf Regionalverbindungen um.

Aktualisiert um 12.15 Uhr

Kurios: Die Bahn selbst rät den Kunden auf dem Göttinger Bahnhof, auf den Metronom umzusteigen, um beispielsweise nach Hannover zu kommen. Der Regionalzug wird auf den Anzeigetafeln sowie über Lautsprecheransage offiziell als Alternative für ausgefallene ICE genannt. Auch andere Regionalzugverbindungen sind gefragt: Schließlich sind die Nord-West-Bahn und der Cantus vom Streik nicht betroffen.

Wichtigstes Informationsmedium im Bahnhof ist die großen Anzeigetafel in der Haupthalle. Die Kunden recken die Köpfe, um sich über die aktuellen Verkehrslage zu informieren. Vor den Serviceschaltern bildete sich eine kleinere Schlange von Reisenden. Sie wollen sich individuell über ihre alternativen Verbindungsmöglichkeiten informieren lassen.

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Die Bahn setzte am Mittwoch vor dem Streikbeginn um 14 Uhr bereits ab Mitternacht einen Notfahrplan in Kraft. Deshalb fielen bereits am Vormittag zahlreiche Fernzüge in Göttingen aus. Damit will die Bahn erreichen, dass die benötigten Züge nach Streikende am Donnerstag um 4 Uhr weitgehend dort sind, wo sie gebraucht werden. Beispiel: Der Früh-InterCity der kurz vor 6 Uhr von Göttingen über Northeim Richtung Hamburg fährt, wurde am Mittwoch gestrichen. Der Zug parkt den ganzen Tag über auf dem Bahnhof Göttingen, damit er dort am Donnerstag nach Norden abfahren kann.

Wer ein wenig Zeit hat, der nutzt den zum Teil unfreiwilligen Zwischenstopp am Göttinger Bahnhof, um vor dem Gebäude eine Kaffeespezialität in der Herbstsonne zu genießen. Während in Hannover die Mietwagen knapp werden, ist das in Göttingen kein Thema. „Es sind noch genug Fahrzeuge da“, heißt es beim Grünen Auto.

Wer am Mittwoch mit dem Zug unterwegs ist, sollte sich unbedingt vorab informieren. Es gibt eine kostenlose Hotline der Bahn, die unter 08000/996633  erreichbar ist. (bsc/red)

Hier erfahren Sie, ob Ihr zug pünktlich fährt.

Diese Rechte haben Fahrgäste:

Bahnreisende bekommen einen Teil ihres Ticketpreises zurück, wenn sich ihr Zug wegen eines Streiks bei der Deutschen Bahn um mehr als 60 Minuten verspätet. Die Deutsche Bahn kann in diesem Fall keine höhere Gewalt geltend machen. Das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) im September 2013 (Rechtssache C-509/11). Ab 60 Minuten Verspätung erhalten Bahnkunden 25 Prozent des Reisepreises zurück, ab 120 Minuten sind es sogar 50 Prozent. (dpa)

Wer am Mittwoch mit dem Zug unterwegs ist, sollte sich unbedingt vorab informieren. Es gibt eine kostenlose Hotline der Bahn, die unter 08000/996633 erreichbar ist. Aktuelle Meldungen der Bahn gibt es hier.

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