Am Rand des politischen Alltags

Notizen aus Hannover: McAllister setzt in Brüssel auf Grün

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Peter Mlodoch: Unser Korrespondent in Hannover

Unser Korrespondent Peter Mlodoch aus Hannover hat in dieser Woche wieder die Themen am Rande des politischen Alltags in der Landeshauptstadt aufgeschnappt.

Die Notizen aus der Landeshauptstadt kommen in dieser Woche auch aus Europas Hauptstadt Brüssel. Unser Korrespondent Peter Mlodoch war dort zu Gast und hat Außergewöhnliches aufgeschnappt.

Ritual grüne Tinte

Ein kleines Ritual aus seiner Zeit als Niedersachsens Ministerpräsident pflegt der Europa-Abgeordnete David McAllister (CDU) auch in Brüssel. Schriftstücke – von der Urkunde bis zum Merkzettel in der Kneipe – unterschreibt oder verfasst der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses mit grüner Tinte. Die Farbe ist eigentlich ein Privileg niedersächsischer Regierungschefs. 

Staatssekretären steht Rot zu, normale Beamte sind auf Blau oder Schwarz verpflichtet. Ob diese deutsche Marotte in Europas Hauptstadt Kopfschütteln auslöst, ist nicht überliefert. McAllister ist nach Aussagen seiner Kollegen aber das einzige Mitglied des gesamten EU-Parlaments, das mit Grün schreibt. Seine Mitarbeiter, berichtet der Deutsch-Schotte selbst, fänden die Farbe inzwischen richtig gut. „Die wissen dann sofort, dass ich das Papier schon gesehen habe.“

Passwort „Weser“

Rätselraten löste Niedersachsens Landesvertretung in Brüssel mit ihrem Passwort für den drahtlosen Internet-Gastzugang aus. Mit „Weser.2016“ konnten sich die internationalen Teilnehmer der Fachtagung zum Agrarwandel dort einloggen. Warum ausgerechnet diese Jahreszahl mit diesem Fluss? 

Das habe nichts mit seiner früheren Tätigkeit in der Bremer Landesvertretung von 1998 bis 2007 zu tun, versicherte der Leiter der Brüsseler Botschaft, Michael Freericks, lächelnd. Er habe sich gar nicht um die Kreation der Zugangskennung gekümmert. Egal – nach Veröffentlichung dieser Zeilen muss das Passwort sowieso geändert werden.

Reizwort Wolf

Beim Reizwort Wolf gehen die Wogen hoch. Zumindest in Niedersachsen. Während Umweltminister Olaf Lies (SPD) mit immer wieder verlängerten Abschussgenehmigungen zum Halali auf den Rodewalder Problemrüden bläst, nutzt die Wirtschaft des Landes Brandenburg das Raubtier als Werbebotschafter. 

„Mach es wie die Wölfe. Komm nach Brandenburg“, heißt es auf großen Bannern am Bahnhof von Potsdam. Das mit einem Wolfskopf verzierte Spruchband soll eine Einladung der dortigen Industrie- und Handelskammer an Unternehmen, Arbeitnehmer und Auszubildende zum Umzug in das Bundesland sein. Das sollte mal jemand in Niedersachsen wagen.

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