Am Rand des politischen Alltags

Notizen aus Hannover: SPD-Fraktion legte Zukunftstage in die Zukunft

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Unser Korrespondent in Hannover: Peter Mlodoch

Unser Korrespondent Peter Mlodoch aus Hannover hat in dieser Woche wieder die Themen am Rande des politischen Alltags in der Landeshauptstadt aufgeschnappt.

Die Teilnehmerin am anderen Ende der Leitung löste beim Anrufer leichte Verwirrung aus. „Barbara Otte-Kinast“, meldete sich die Dame unter der Handy-Nummer der Pressesprecherin des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums. Die Nachfrage „Wer bitte?“ räumte alle Zweifel beiseite: Die Hausherrin höchstpersönlich war dran. Aber was hatte dies für ihre Mitarbeiterin zu bedeuten? War diese nun auch eine der zahlreichen Personalrochaden nach dem Chef-Wechsel vom Grünen Christian Meyer auf seine CDU-Nachfolgerin zum Opfer gefallen? Oder macht Otte-Kinast den Kommunikationsjob jetzt lieber selbst? Solche Sorgen waren unbegründet, die Erklärung fiel ganz simpel aus. Die Ministerin war zum Telefoninterview mit einer Fachzeitschrift verabredet. Beim ersten Klingeln ging sie sofort ran. Sie hatte das Handy der Sprecherin für ihr eigenes gehalten.

Zukunftstage können auch in der Zukunft liegen. Weil das offizielle Datum für die Schüler-Schnupperkurse im März sich mit der Landtagssitzung überschnitt, hat die SPD-Fraktion den Besuch von Jugendlichen einfach in den April verschoben. 60 Teilnehmer durften sich jetzt in kleinen Planspielen als Nachwuchspolitiker insbesondere zu den Themen Klima und Bildung üben. „Trotz des abweichenden Termins war das Interesse der Schüler ungebrochen“, freute sich die jugendpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, die Abgeordnete Immacolata Glosemeyer. „Der Zukunftstag war ein voller Erfolg.“, Das fand man freilich beim Koalitionspartner ebenfalls. Die CDU-Fraktion hatte allerdings ihren eigenen Zukunftstag regulär im März stattfinden lassen – für die 50 Schüler dort eine gute Gelegenheit, eine echte Parlamentsdebatte live zu verfolgen.

Erfolgszahlen sollen sexy sein. 7800 oder 7900 klingen da eher langweilig. 7777 hört sich schon viel besser an. „Die niedersächsischen Grünen haben die 7777-Mitgliedermarke überschritten und damit einen neuen Höchststand erreicht“, jubelte Landesvorsitzende Anne Kura. So viele Grüne wie nie in Niedersachsen würden für Klimaschutz, eine offene Gesellschaft und für soziale Gerechtigkeit eintreten.

„Dieser große Zuspruch ist ein starker Ansporn für die Europawahl“, erklärte die Parteichefin. Wie viele Mitglieder es nun ganz genau sind, verriet sie allerdings nicht.

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