Notunterkunft für Flüchtlinge: Helfer arbeiten Hand in Hand

Die Betten stehen schon: In der Notunterkunft auf den Zietenterrassen wird alles für die Ankunft von bis zu 200 Flüchtlingen vorbereitet. Foto: THW/Axel Rentschka/nh

Göttingen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk (THW) richteten die Sporthalle auf den Zietenterrassen für die Unterbringung von Flüchtlingen her.

Nach Angaben der Stadtverwaltung stehen ab dem Wochenende 200 Plätze in dem Notquartier zur Verfügung. Es ist die erste Erstaufnahmeeinrichtung direkt in der Uni-Stadt. Hintergrund ist ein Hilferuf des Landes Niedersachsen, dessen Erstaufnahmekapazitäten längst erschöpft sind. Deshalb werden Flüchtlinge schon vor der Registrierung an die Kommunen weitergeleitet. Laut Stadtverwaltung liegt bislang noch keine Meldung vom Land vor, dass Flüchtlinge in der Notunterkunft auf den Zietenterrassen untergebracht werden sollen. Nach einem entsprechenden Anruf aus Hannover hat die Stadt bis zum Eintreffen der Flüchtlinge 48 Stunden Zeit. Die Stadt will auf diesen Fall vorbereitet sein. Deshalb wurde die Erstaufnahmeeinrichtung eingerichtet.

Dabei arbeiteten die Aktiven der verschiedenen Organisationen Hand in Hand: Am Donnerstag wurde durch die Göttinger Sport- und Freizeit GmbH bis zum Mittag ein Holzboden verlegt. Im Laufe des Nachmittags begann der Transport der Betten durch die Berufsfeuerwehr. Am Abend waren Aktive des Roten Kreuzes, der Freiwilligen Feuerwehr sowie das Technische Hilfswerk im Einsatz. Das THW errichtete beispielsweise eine Treppe aus Holz. Außerdem wurden die Betten aufgebaut. Der Aufbau der Stromversorgung startete am Freitag. Außerdem wurden Bauzäune aufgestellt. Computerspezialisten der Stadt sorgten zudem für drahtlose Internetverbindungen (WLAN) in der Notunterkunft. Die Betten sowie Decken, Kissen und Bettlaken stammen aus vorhandenen Beständen. Beschafft werden müssen noch die Sanitäranlagen.

Info-Abend für Anwohner

Anwohner werden am Dienstag, 10. November, über die Notunterkunft informiert. Die Versammlung beginnt um 19 Uhr in der Fun-Sporthalle an der Bertha-von-Suttner-Straße. Daran werden Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler sowie Vertreter des SC Hainberg und des Deutschen Roten Kreuzes teilnehmen. Das DRK wird das Quartier im Auftrag der Stadt betreiben. Zuvor trifft sich Köhler mit den Göttinger Ortsbürgermeistern. Auch dabei geht es um die aktuelle Situation der Flüchtlingshilfe. (bsc)

50 Flüchtlinge treffen am Montag in Wollershausen ein

Seit etwa zehn Tagen betreibt der Landkreis für die Stadt Göttingen eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Wollershausen bei Gieboldehausen. Dort werden am Montag 50 Asylsuchende erwartet.

Das berichtete der Landkreis Göttingen in einer Mitteilung. Derzeit halten sich 30 Flüchtlinge in der von der kreiseigenen Gesellschaft für Arbeits- und Berufsforderung (GAB) betriebenen Einrichtung auf. Das Land hatte den Kommunen am Donnerstag signalisiert, dass angesichts des weiterhin hohen Flüchtlingszustroms die Kapazitäten in den Städten und Kreiensen voll genutzt werden. Die Unterbringungsmöglichkeiten des Landes seien ausgeschöpft.

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