Stromanschluss muss verstärkt werden

Notunterkunft steht für Flüchtlinge bereit: Info-Abend am Dienstag

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Sichtschutz: Dieser wurde am Wochenende von Mitgliedern des Deutschen Roten Kreuzes angebracht und soll die Privatsphäre der Flüchtlinge schützen.

Göttingen. Über 50 Einsatzkräfte waren am Samstag noch damit beschäftigt, die Notunterkunft für 200 Flüchtlinge auf den Zietenterrassen in Göttingen endgültig vorzubereiten.

Ein Schwerpunkt der Arbeit lag am Samstag beim Aufbau einer Stromversorgung für die einzelnen Parzellen innerhalb der Sporthalle, die zum Schlafen dient. Das wurde zu einer echten Herausforderung. Hintergrund: Jede Parzelle, die zwischen 20 und 30 Bettenplätze hat, muss ausreichend Strom haben – vor allem zum Laden von Handys und Smartphones. Inzwischen sind einige Dutzend Steckdosen betriebsbereit. Problem: Der Hausanschluss der Turnhalle reicht dafür nicht. Deshalb muss der Stromanschluss verstärkt werden. Dazu wird die Notunterkunft mit einer zusätzlichen Leitung an eine Trafo angeschlossen.

Die Feuerwehr und weitere Ehrenamtliche bauten inzwischen die Parzellen samt Doppelstockbetten auf. Außerdem sind mehrere Metallschränke in den Parzellen aufgestellt worden, damit die Flüchtlinge ihre persönlichen Gegenstände unterbringen können.

Gute Lösung für die Fun-Sporthalle: Einen Teil können die Flüchtlinge als Speisesaal nutzen, der andere steht weiterhin für sportliche Aktivitäten zur Verfügung.

„Die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten ist klasse. Alle ziehen an einem Strang“, sagte Martin Schäfer, Chef der Göttinger Berufsfeuerwehr. Die Notunterkunft ist für Flüchtlinge bestimmt, die das Erstaufnahmeverfahren noch nicht durchlaufen haben. Hintergrund: Das Land Niedersachsen hatte Kommunen um Amtshilfe gebeten, weil dessen Aufnahmemöglichkeiten ausgeschöpft sind.

Das DRK brachte am Samstag Sichtschutzplanen an den Zäunen an. Anfang der Woche werden Container mit Sanitäreinrichtungen auf den Zietenterrassen eintreffen. Die Einsatzkräfte loben zudem die Kooperation mit dem SC Hainberg. So wurde für die Fun-Sporthalle eine gute Lösung gefunden. Nur ein Teil der Halle soll als Speisesaal von den Flüchtlingen genutzt werden. Der andere Teil wird weiterhin für Freizeitaktivitäten zur Verfügung stehen. Dazu wurde eine Abtrennung aufgehängt.

An dem Aufbau, der am Donnerstag startete, waren mehr als 100 ehrenamtliche Einsatzkräfte von Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk beteiligt. Auch Mitarbeiter der Göttinger Sport- und Freizeit-GmbH, der Berufsfeuerwehr sowie Mitglieder des SC Hainberg setzten sich ein. 

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler will die Anwohner am Dienstag, 10. November, über die Flüchtlingshilfe auf den Zietenterrassen informieren. Beginn ist um 19 Uhr in der Fun-Sporthalle.

www.goettingen.de/fluechtlinge_willkommen

Aufbau der Notunterkunft für Flüchtlinge auf den Zietenterrassen in Göttingen

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