Göttingen: Nun auch Klassen in Containern

CDU: 450 000 Euro sind für Noträume nötig

Das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG)
+
Seit der jüngsten Schulausschusssitzung steht fest: Das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) in Göttingen bekommt einen dreigeschossigen Anbau.

Seit der jüngsten Schulausschusssitzung Ende Juni steht fest: Das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) in Göttingen bekommt einen dreigeschossigen Anbau, dazu angemietete Räume in der benachbarten BBS II.

Göttingen – Es war ein Tauziehen und ein Hin-und-Her. Gewünscht von Schule und Eltern war ein viergeschossiger Bau. Auch, weil die Stadt im Schulentwicklungsplan sparen muss, kam es zum kleinen Modell.

Container-Räume sollen laut CDU-Fraktion in Göttingen 450 000 Euro kosten

Auch die Göttinger CDU-Fraktion hätte lieber einen viergeschossigen Anbau gesehen: „Der hätte eine Million Euro mehr gekostet und alle räumlichen Probleme wären gelöst“, sagt die Schulexpertin Wibke Güntzler. Nun werden für die Übergangszeit Container-Räume benötigt, was 450 000 Euro kosten soll. Ursprünglich war ein Anmieten der Container vorgesehen.

Dieses sei gescheitert, so die CDU. Folglich müssten Container gekauft werden. Die Verwaltung begründe diesen Schritt damit, dass man schnell handeln müsse, um zum neuen Schuljahr zusätzliche Räume zur Verfügung stellen zu können.

„Der Stadt kann man zwar keinen Vorwurf machen, dass der Vermieter der Container abgesprungen ist. Sehr wohl muss man aber kritisieren, dass das Thema seit Jahren verschlafen wurde und man jetzt Hals über Kopf eine Lösung für das nächste Schuljahr in sechs Wochen finden muss“, sagt Güntzler.

Göttingen: Die Containerlösung ist auch für Güntzler unumgänglich

Seit Anfang 2017 sei bekannt, dass die alten Container, die dort 40 Jahre lang gestanden haben, Mitte des Jahres 2018 rückgebaut werden. „Man hatte also über zwei Jahre Zeit, eine geeignete Lösung zu finden. Was die Verwaltung in der Zeit gemacht hat um das Problem zu lösen, ist mir schleierhaft“, wundert sich Wibke Güntzler.

Die Containerlösung sieht auch Güntzler als unumgänglich an, um mehr Platz für die Schule zu schaffen. Dennoch sei man in der Fraktion fassungslos darüber, „mit welcher Dreistigkeit den Schülerinnen, Schülern und der gesamten Schule jetzt die halbe vierte Etage als Containerlösung vor die Nase gesetzt wird“.

Güntzler aus Göttingen: Mit mehr Planung und Voraussicht hätte die Investition verhindert werden können

Der Bedarf der Schule sei nach wie vor groß und ob die Miete von Räumen in der BBS II ausreiche, um alle Schüler unterzubringen sei für die CDU fraglich.

„Die Container werden sich wohl zu einem Dauerprovisorium entwickeln“, befürchtet Güntzler. Mit ein wenig mehr Planung und Voraussicht hätte diese teure Investition wohl verhindert werden und das Geld direkt in die Finanzierung der vierten Etage fließen können.  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.