Oberbürgermeister-Entscheidung

Keine Rückkehr nach Krankheit: Stadt Göttingen stellt Baurat Dienberg frei

Nah ist anders: Stadtbaurat Thomas Dienberg (links) und oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler bei einer Diskussion 2018 über die Zukunft der Stadthalle Göttingen. Rechts Moderatorin Sibylle Bertram. Foto: Niesen/nh

Göttingen - Die Stadt Göttingen hat Baudezernenten Thomas Dienberg freigestellt., drei Monate vor dessen Ausscheiden.

Die Stadt Göttingen hat Baudezernenten Thomas Dienberg freigestellt. Er werde nicht mehr in seine Tätigkeit zurückkehren, sagte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler gegenüber unserer Zeitung. Der Vertrag mit Dienberg endet Ende Februar 2020. Als Nachfolgerin hat Köhler Claudia Baumgartner aus Gera vorgeschlagen. Er wird diesen Vorschlag dem Rat der Stadt in der Sitzung am Freitag, 13. Dezember, unterbreiten.

Ausscheiden Ende Februar

Dass Dienberg zum 29. Februar gehen sollte, stand schon seit Mai fest, am Freitag teilte die Stadt nun knapp mit: „Göttingens Stadtbaurat Thomas Dienberg wird bis zum Ende seiner Amtszeit am 29. Februar 2020 vom Dienst freigestellt.“

Arbeit verteilt

Nach einer mehrwöchigen Krankheit sei die laufende Arbeit und planerische Vorgänge an anderer Mitarbeiter der Stadtverwaltung verteilt worden. Das habe sich bewährt, so Köhler, der deshalb das Angebot Dienbergs bis Ende Februar zu arbeiten, nicht angenommen hatte.

Keine Überraschung

Die Bekanntgabe, dass Dienbergs Vertrag nicht noch einmal verlängert wird, kam im Mai nicht ganz überraschend. So war gelegentlich – auch öffentlich – zu hören, dass es um die Chemie zwischen dem Oberbürgermeister und Stadtbaurat nicht immer zum Besten bestellt war. Köhler, der sich stets selbst intensiv mit Bau- und Planungsprojekten befasst, vertrat nicht immer die Ansichten des Bau-Dezernenten.

Gerne geblieben

Im Mai hatte Thomas Dienberg noch gegenüber unserer Zeitung gesagt, dass er gerne im Amt geblieben wäre. Er hätte gerne noch „wichtige Projekte weiterbegleitet“. Seitdem und bis zu seiner akuten Verletzung, die eine mehrwöchige Krankheitsphase unumgänglich machte, trat Dienberg öffentlich allerdings wenig in Erscheinung.

2001 begonnen

Der in Northeim lebende Dienberg hatte 2001 die Leitung des Stadtplanungsamtes in Göttingen übernommen. Am 1. März 2004 wurde er vom Rat zum Baudezernenten gewählt und 2012 – noch unter Köhler-Vorgänger Wolfgang Meyer – in seinem Amt bestätigt.

Nachfolgerin vorgeschlagen

Die designierte Nachfolgerin Claudia Baumgartner hatte sich gegen 24 Konkurrenten in einem Auswahlverfahren durchgesetzt, dabei auch mit einer starken Präsentation und profundem Wissen über Göttingen überzeugt. „Am Ende haben Nuancen den Unterschied zwischen einigen starken Bewerbern und Bewerberinnen gemacht“, sagte Köhler auf Anfrage.

Auch sei ein Grund gewesen, dass Baumgartner in Gera für viele Bereich verantwortlich und die Stadt dort generell kein einfaches Arbeitsfeld gewesen sei. Sie wird nun höchstwahrscheinlich ab 1. März 2020 neue Dezernentin für Planen, Bauen und Umwelt in Göttingen.

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